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Interview mit Beleth von Noctem

Ein Interview von grid vom 04.12.2019 (2099 mal gelesen)
Schockverliebt ins aktuelle NOCTEM-Werk "The Black Consecration" habe ich gerne die Gelegenheit wahrgenommen, Sänger Beleth zum Album, zum Touren und zu einigem mehr zu befragen ... und er hat bereitwillig geantwortet.

Hallo Beleth, zu allererst: Glückwunsch zu eurem neuen Album "The Black Consecration". Es ist einfach toll. Ist jeder in der Band damit zufrieden?

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Beleth: Danke. Yeah, absolut. Wir können nicht sagen, dass es eine logische musikalische Entwicklung für die Band war. Aber es war sicher nötig, riskant und entscheidend. Es ist ein neuer Schritt für uns, wo wir die Etiketten Death Metal oder Blackened Death Metal ablegen. Wir fokussieren unseren Stil mehr auf Black und noch mehr auf die Wurzeln des Genres; und so ist es unzweifelhaft die Weihe für die Band.

"The Black Consecration" ist ein direkter Schlag zwischen die Augen. Aggressive und eindringliche Melodien schließen sich zusammen mit ganz besonders ausdrucksstarkem Gesang. Spannung und Druck sind in jedem Song greifbar. Woher kam die ganze Aggression?

Beleth: Ich denke, nach all den Jahren haben wir unseren Weg gefunden, Aggression in unserer Musik auszudrücken. "The Black Consecration" erzählt von Leuten, die in ihrem Leben verloren sind, es spricht über Moral, den Verlust des Egos und darüber wie Religion versucht, dich an etwas Irreales glauben zu lassen und dich zu kontrollieren. Ich habe eine Menge von mir in die Lyrics eingebracht; ich rede über mich und ich bin sicher, es gibt viele, die sich mit den Texten identifizieren können.

Als ihr an "The Black Consecration" gearbeitet habe: Was war der beste und was war der schwierigste Teil?

Beleth: Das Schwierigste war die Komposition. Das dauert immer lange bei uns, weil wir uns nur an einem Tag in der Woche für zwei bis drei Stunden im Proberaum treffen, um zu komponieren und unsere Ideen zusammenfügen. Und auf der anderen Seite sind wir laufend auf Tour, so dass wir nicht viel Zeit haben, uns auf die Komposition zu konzentrieren. Der beste und leichteste Teil war für uns, dass die Aufnahmesession im Studio ziemlich schnell ging und wir das ganze Album in ungefähr zwei Wochen aufgenommen hatten.

Vom ersten Ton an, war ich schier weggeblasen, "The Black Consecration" schlägt sofort ein. Jeder Song scheint wie gemacht zu sein, live gespielt zu werden. Habt ihr die Live-Präsentation immer im Kopf, wenn ihr Songs schreibt?

Beleth: Ja, das hatten wir eine Weile, aber ich denke, das kann ein Fehler sein, nur zu einer Live-Band zu werden … die typische Band, die man auf der Bühne mag, die aber zu einem Albtraum wird, wenn du sie zuhause hörst oder im Auto. Sicher weißt du, was ich meine, haha. Und so haben wir das Konzept geändert und konzentrieren uns nicht nur auf Musik, die live das Hirn verdreht, sondern die den Leute mit oder ohne Show gefällt. Später wählen wir die passenden Songs aus und erstellen eine mörderische Setlist.

NOCTEM lieben es, ihre Musik auf der Bühne zu präsentieren. Können eure Fans erwarten, dass ihr auf Tour geht, um "The Black Consecration" zu promoten? Falls ja, könnt ihr zum jetzigen Zeitpunkt unseren Lesern sagen, wo und wann NOCTEM in Europa zu sehen sein werden?

Beleth: Wir haben Tourpläne für Februar 2020 in Europa und voraussichtlich zehn Festivals, wo wir spielen werden; dieses Jahr sind schon einige Termine angekündigt, weitere folgen im Januar/Februar 2020. Wir werden das Album ziemlich bald überall vorstellen.

In der Vergangenheit haben NOCTEM die Bühne mit Band wie MARDUK, ENTHRONED, IMPIETY, NAPALM DEATH, SAMAEL, GORGOROTH, NARGAROTH, KEEP OF KELESSIN, TAAKE, IMMOLATION, VOMITORY, MALEVOLENT CREATION, INCANTATION, HATE, RAGNAROK und MELECHESH geteilt. Welche von all den genannten Band hat den größten Eindruck hinterlassen? Und warum? Ist die Band auf der Liste, mit der sich NOCTEM am meisten sehnt, auf Tour zu gehen?

Beleth: Eigentlich nicht. Das waren Tour-Angebote, die wir von den Agenturen bekamen, mit denen wir zusammenarbeitet haben. Jetzt touren wir hauptsächlich alleine oder mit örtlichen Supports. Wir bekommen weiterhin Angebote, aber wir geben langen Touren nicht den Vorzug, maximal zwei Tour-Wochen sind in Ordnung für uns. - Eine der besten Bands von der Liste waren IMMOLATION. Die Kerle waren toll, super freundlich und Menschen, die einem nahe sind. Und auch TAAKE sind großartig, mit ihnen feierten wir im Nightliner verrückte Partys.

Das bringt mich zur nächsten Frage. Gibt es ein spezielles Festival oder einen außergewöhnlich Ort, an dem NOCTEM sehnlichst spielen würden?

Beleth: Also, wir haben in den letzten zehn Jahren 25 Touren gemacht, wir tourten durch Mexiko, Russland, Asien; es gibt nicht so viele Plätze, wo wir noch nicht gespielt haben, hehe. Ich denke, ein Ziel für die Band ist es, 2020 in Nordamerika zu touren. Wir haben Angebote bekommen, aber die passten für uns nicht, da sie in dieselbe Zeit fielen wie Festivals und Touren hier. Aber ich denke, wir werden bis Herbst 2020 dort sein.

NOCTEM existieren nun seit mehr als fünfzehn Jahren und das Repertoire umfasst fünf Langspieler, zwei Demos, ein Live-Album und eine Single. Welcher von all euren Songs repräsentiert NOCTEMs Musik und alles wofür NOCTEM steht am besten? Und warum?

Beleth: Ich denke, die Band hat sich in den letzten Jahren sehr verändert und ich bin sicher, sie wird sich fortlaufend verändern. Ich glaube nicht, dass die Arbeiten, die wir vor zehn Jahren gemacht haben, uns heute repräsentieren. Heute sind für die Band "Haeresis" und "The Black Consecration" die repräsentativsten Alben; sie fangen die Engerie der Band auf der Bühne am besten ein. Die anderen Alben sind nicht schlecht, aber sie unterscheiden sich sehr von dem, was wir jetzt machen. 'The Black Consecration' ist definitiv ein gutes Beispiel für Reife und Entwicklung und einer meiner Lieblingssongs.

Ein guter Song bringt dich irgendwohin and lässt dich alles um dich herum vergessen, während du ihn hörst. Wohin möchten NOCTEM mit ihrer Musik ihre Hörer bringen?

Beleth: Ich stimme dir zu. Aber in Wirklichkeit war das nie das Ziel von NOCTEM. Die Musik ist vielmehr eine Form des Ausdrucks, der Offenbarung des Hasses und all der Scheiße, die wir mit uns herumtragen. Wenn sie dich irgendwohin bringen muss, wird es der Weg der Selbstzerstörung sein.

So weit ich gesehen habe, haben NOCTEM nie einen Song in ihrer Muttersprache geschrieben und ich frage mich weshalb. Habt ihr jemals überlegt, einen Songs auf Spanisch zu schreiben?

Beleth: Nun, ich denke, wenn deine Fan-Gemeinde nicht dort ist, gibt es keinen Grund dafür. Unsere Fan-Gemeinde ist in Schweden, Deutschland und den USA. Das kann im Internet überprüft werden, die meisten unserer Hörer sind in diesen Ländern. Spanien liegt an achter oder neunter Stelle, und das liegt daran, weil die Leute hier extremen Metal nicht im selbem Maß akzeptieren wie in anderen Ländern. Ich schließe für die Zukunft nicht aus, mit Spanisch oder unserer Muttersprache Valenzianisch zu experimentieren, aber das ist nichts, was wir im Augenblick planen.

Damit bin ich am Ende mit meinen Fragen. Danke für das Interview. Viel Erfolg mit "The Black Consecration". Und zum Schluss ist es an dir, unseren Lesern zu sagen, was sie noch wissen sollten.

Beleth: Vielen Dank für deine Zeit und das großartige Interview und an all die Maniacs: Ich hoffe, euch bald auf der kommenden Tour zu "The Black Consecration" zu sehen. Stay fucking butal!

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