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Interview mit Urban (Gitarrist) von Vomitory

Ein Interview von Souleraser vom 14.05.2004 (5489 mal gelesen)
"Primal Massacre" stellt wohl eines der wichtigsten Death Metal Alben 2004 dar. Allein das war schon Grund genug, ein Interview mit den Machern zu führen: VOMITORY.
Gitarrist und Band-Urgestein Urban nahm sich Zeit, mir ein paar Fragen zu beantworten.

  Hallo VOMITORY. "Primal Massacre" ist ein absolutes Wahnsinnsalbum. Gibt es sowas wie eine tiefere Bedeutung hinter dem Titel?

Urban:   Hallo, Urban, Gitarrist von VOMITORY hier. Vielen Dank für Deine Worte über das neue Album. Nein, es gibt keine tiefere Bedeutung hinter dem Albumtitel. Es ist eigentlich mehr ein Titel, der unsere Musik beschreibt, denke ich.

  Habt ihr schon viel Feedback auf das Album erhalten? Wie sind die Reaktionen ausgefallen?

Urban:   Ja, wir haben bislang sehr gute Reaktionen erhalten. Die Reviews sind unglaublich und jeder scheint das Album zu mögen und das ist gut. Ich habe nur ein negatives Review über das Album in einem Webzine gelesen. Aber ich denke, dass der Kerl, der es geschrieben hat, noch nie zuvor Death Metal gehört hat. Wenn Du gelesen hättest, was der alles über uns und unsere Musik geschrieben hat...

  Und wie steht ihr selbst zu dem Album? Seid ihr 100% zufrieden oder gibts Dinge, die ihr komplett anders machen würdet, nachdem jetzt einige Zeit seit den Aufnahmen vergangen ist?

Urban:   Ja, wir sind beinahe zu 100% damit zufrieden. Wenn ich etwas anders machen würde, dann würde ich die Gitarre ein wenig brutaler klingen lassen. Aber das ist keine Sache, die mich beschäftigt. Die Scheibe ist ein echter Killer, so wie sie ist.

  Könntest Du kurz die Aufnahmesessions beschreiben? Waren die Songs schon so weit, dass sie nur noch eingespielt werden mussten als ihr ins Studio gingt oder habt ihr noch immer daran gearbeitetet?

Urban:   Wir fangen immer damit an, das Schlagzeug und den Bass zusammen aufzunehmen. Dann machen Ulf und ich mit den Gitarren weiter. Und dann kommt noch Erik mit den Vocals. Ja, wir wir versuchen alle Tracks fertig zu haben, wenn wir ins Studio gehen. Es ist immer leichter dann im Studio zu arbeiten. Auf dieser Platte hatten wir alles bereit, bis auf einen Track. Aber den brachten wir sofort zu Ende als wir ins Studio kamen, also war das auch cool.

  Ihr feiert dieses Jahr euer 15. Bandjubiläum. Ist schon eine große Party geplant?

Urban:   Im Oktober diesen Jahres gibt es uns als Vomitory seit 15 Jahren. Bislang haben wir noch nichts geplant, aber ich denke, dass wir das sicherlich tun müssen.

  Die letzten 15 Jahre - in eigenen Worten bitten. Höhen, Tiefen, Highglights, Enttäuschungen...

Urban:   Als wir mit der Band anfingen, hatten wir ein Ziel vor Augen, das lautete einen Plattenvertrag zu bekommen, um einen Longplayer aufzunehmen. Wenn man also zurückblickt, sind wir weiter gekommen als wir uns das eigentlich erwartet hatten. Das Rezept ist einfach, niemals aufzugeben. Immer nach vorne schauen. Ich kann mich an keine Enttäuschungen erinnern. Vielleicht 1995, als unser Bassist und der Sänger die Band zur gleichen Zeit verließen. Das geschah aus verschiedenen Gründen. Es waren also nur noch ich, Ulf und Tobias in der Band übrig und es war sehr schwer, neue Mitglieder zu finden, aber wir haben es letztendlich geschafft. Das war so etwas wie eine Tiefphase in der Geschichte von VOMITORY. Zu den Highlights zählt mit Sicherheit die Veröffentlichung unseres ersten Fulllength Albums. Auch die Vertragsunterzeichnung bei Metalblade fällt darunter oder unsere erste große Europatour für Metalblade und der Gig beim Wacken Open Air vor tausenden von Metalfans.

  Ihr seid eine der am stärksten tourenden Bands der Szene. Werdet ihr nie müde oder erschöpft?

Urban:   Ich glaube nicht, dass wir eine der am stärksten tourenden Bands sind. Es gibt viele Bands, die mehr als wir touren. Aber wir sollten mehr touren. Auf einer Bühne vor Leuten zu stehen, die Death Metal mögen ist das beste, was wir tun können - wir lieben das. Der Grund, warum wir nicht so viel touren wie wir möchten liegt darin, dass jeder in der Band einen regulären Job hat. Deshalb benutzen wir unsere 5 Wochen Urlaub, die wir hier in Schweden haben, fürs touren.

  Ihr seid Teil eines sehr exquisiten Packages im Augenblick, zu dem CANNIBAL CORPSE, HYPOCRISY, KATAKLYSM und andere gehören. Mögt ihr solche Ereignisse wie die "No Mercy Festivals" oder sind euch kleinere Packages mit nur 3 oder 4 Bands lieber?

Urban:   Es ist eine Ehre, mit diesen Bands unterwegs zu sein und auf Tour zu gehen. Dieses Festival war eine der besten Touren, die wir jemals mitgemacht haben. Diese Tour besteht nur aus 14 Gigs, also ist das in diesem Package schon okay. Wenn es allerdings 30 gigs gewesen wäre, wären 8 Bands zu viel gewesen. Wenn Du 4-5 auf Tour bist, sind 3 Bands die perfekte Zahl.

  Beinahe alle dieser Bands haben - mehr oder weniger - kürzlich ein Album veröffentlicht. Gibt es da so eine Art Druck, sowas wie "Verdammt, wir müssen das neue Album bis zu diesem Datum draußen haben oder wir werde nicht Teil dieses großartigen Packages sein"? Gibt es vielleicht sogar eine Art Wettbewerb zwischen den Bands, wie etwa die Band, deren Album die besten Reviews eingefahren hat, wird zum geheimen Headliner der Tour oder etwas in der Art?

Urban:   Ursprünglich sollte das Album vor der Tour veröffentlicht werden, aber es wurde aus verschiedenen Gründen ein wenig verschoben. Aber nein, es gab da keinen Druck, weil das Album nicht rechtzeitig draußen war. Natürlich wäre es gut gewesen, wenn das der Fall gewesen wäre, aber nachdem es nicht veröffentlicht war, mussten wir unser Set ohne gestalten und das ist eigentlich kein Problem für uns. Es gibt keinen Wettbewerb zwischen den Bands, wenn wir unterwegs sind. Alle sind nett und hilfsbereit zueinander, wenn es Probleme gibt. Nur positive Atmosphäre auf Tour.

  Wir werden euch beim "Party San" und dem "Summer Breeze" Open Air im August bewundern dürfen. Bevorzugt ihr Festival- oder Clubgigs? Bevorzugt ihr eine große Show in einem längeren Zeitraum, mit mehr Zeit zur Vorbereitung oder spielt ihr lieber mehrere kleine Shows in einem kürzeren Zeitraum?

Urban:   Ich mag beides, denke ich. Festivalgigs sind so groß, du spielst vor so vielen Menschen und vielleicht spielst du auch für Menschen, die dich noch nie gehört haben und jetzt anfangen, deine Musik zu mögen. Kleinere Shows in Clubs sind auch nett, weil man besser in Kontakt mit der Band kommt. Nach dem Gig sind kleinere Örtlichkeiten besser, weil weil du im Club rumgehen und mit den Besuchern sprechen und damit einen guten Kontakt herstellen kannst.

  Wie denkt man bei euch über Webzines? Sind sie eine Plage, nur die Fortsetzung der alten gedruckten Fanzines oder wie denkt ihr darüber?

Urban:   Ich halte sie für eine gute Form von -zin, weil sie einen problemlosen Weg darstellen, Leser zu erreichen. Wie viele Leute auf der Welt haben einen PC und Leute auf der ganzen Welt können dein Zine 24 Stunden am Tag lesen und finden. Der normale Mensch benutzt den PC mehr und mehr, deswegen denke ich, dass das die Zukunft darstellt.

  Okay, das war's dann auch schon. Ich wünsche euch viel Spaß bei euren Shows, viel Erfolg für das Album und freue mich schon auf zukünftige Alben. Die letzten Worte des Interviews gehören Dir. Teil unseren Lesern mit, wozu auch immer Du Lust hast.

Urban:   Vielen Dank, dass ihr uns in eurem Zine präsentiert und macht weiter so gute Arbeit. Falls noch nicht geschehen, hört unbedingt in das neue VOMITORY-Album "Primal Massacre" rein. Es wird euch absolut wegblasen! Only death is real...........

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