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Andernach Metal Days 2026 |
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Take off: 01.05.2026 - Review (973 mal gelesen) |
Nachdem in 2025 die Andernach Metal Days dem Jubiläumsprogramm "50 Jahre JUZ Liveclub" weichen mussten und durch zwei Headliner-Konzertabende ersetzt wurden (DARK TRANQUILLITY, RAGE), war es 2026 wieder Zeit für eine neue Ausgabe des zweitägigen Festivals. Als Neuerung sind die Konzerte dieses Jahr wieder in die Clubhalle verlegt, während es draußen auf dem Gelände Verpflegung, Sitzmöglichkeiten und Merch gibt. Die Wetteraussichten versprechen eine mega Sause, vor allem auch für die zahlreich angereisten Campinggäste, die das komplette Wochenende auf dem Gelände bleiben. Bei strahlendem Sonnenschein entern wir den Innenbereich, welcher am Freitag Nachmittag noch etwas locker gefüllt ist - was aber den Vorteil hat, dass der Einlass flott und reibungslos geht.
Freitag
Nach dem Genuss eines kühlen Pils und dem Treffen mit alten Bekannten sowie anderen Vertretern der Bleeding4Metal-Crew wird es Zeit für den Opener!
Pünktlich zum Festivalstart entern FABULOUS DESASTER die Bühne – und übernehmen vom ersten Moment an das Kommando. Die Bonner Thrash-Metaller gelten längst als Garant für Stimmung und wer die Band kennt, weiß genau: Hier gibt es keine Anlaufphase, sondern Vollgas ab Sekunde eins. Die Halle ist bereits ordentlich gefüllt, als das Quartett loslegt, und schnell wird klar, warum FABULOUS DESASTER sich über Jahre einen exzellenten Ruf in der Szene erspielt haben. Mit den ersten beiden Songs 'Against The Wall' (2018) und 'Trenchmouth' (2025) drücken die Jungs das Gaspedal direkt bis zum Anschlag durch. Zwischen den Stücken wird kaum Luft geholt, weder auf noch vor der Bühne – stattdessen bangen die Zuschauer sofort begeistert mit, während ein riffgeladenes Thrash-Gewitter nach dem nächsten durch die Halle fegt. Geschrubbt, gezupft und getrommelt wird auch im weiteren Verlauf mit beeindruckender Intensität, stets begleitet vom herrlich sehenswerten Mienenspiel des Frontmanns, der mit seiner angenehm abgedrehten Bühnenpräsenz zusätzlich für Unterhaltung sorgt. Dass FABULOUS DESASTER richtig Bock auf diesen Gig haben, ist in jeder Sekunde spürbar. Der Vierer spielt hochmotiviert, energiegeladen und mit maximalem Einsatz. Besonders bei 'Abra Cadaver' glänzen die beiden Gitarristen mit kurzen, prägnanten Soli, während 'Customized' mit einer unmissverständlichen Ansage gegen Rechts eingeleitet wird: "Beim nächsten Song geht es darum, aus Nazis Musikinstrumente zu machen!" – ein Statement, das beim Publikum auf lautstarke Zustimmung stößt. Viel zu schnell vergehen die 40 Minuten Spielzeit, ehe 'Thrash Metal Symphony' diesen furiosen Auftakt der Andernach Metal Days beschließt. FABULOUS DESASTER liefern damit einen mehr als würdigen Opener, heizen das Festivalpublikum gewaltig an und sorgen dafür, dass die Menge bestens vorbereitet in die kommenden zwei Tage – und in den restlichen Abend – startet.
Schon kurz darauf machen WARWOLF unmissverständlich klar, wohin die musikalische Reise weitergeht: nämlich zu klassischem Heavy Metal britischer Prägung, tief verwurzelt im Sound von IRON MAIDEN. Gut gelaunt betritt der Fünfer rund um Sänger Andreas von Lipinski die Bühne und startet das Set mit dem eingängigen 'Daywalker' vom 2022er-Album "Necropolis". Darauf folgen weitere Stücke aus mehreren Alben wie zum Beispiel 'Legacy Of Salem' oder 'Blood & Ice'. Zwischendrin grinst der Fronter mit sympathischer Selbstironie ins Publikum und sagt, manche würden sich vielleicht wundern, wie sehr sie nach IRON MAIDEN klingen – nur um augenzwinkernd nachzulegen, dass man sogar sehr danach klinge, weil man diese Musik einfach liebe. Genau diese Ehrlichkeit macht die Kölner Formation sofort nahbar. Denn WARWOLF kopieren nicht einfach, sie zelebrieren ihre Leidenschaft für die New Wave of British Heavy Metal mit Herzblut. Die Kompositionen wie das epische 'The Flying Dutchman' kratzen immer wieder liebevoll an ihren großen Vorbildern, entwickeln dabei aber dennoch einen eigenen Stil. Besonders charmant: der bestens aufgelegte Lippi, dessen humorvolle, oft improvisiert wirkende Ansagen im rheinisch-kölschen Tonfall hervorragend ankommen. Dazu präsentiert sich der Sänger stimmlich sogar noch stärker als vor zwei Jahren, als wir die Truppe zum ersten Mal in Andernach gesehen haben. Allerspätestens bei 'Necropolis', das mit lautstarkem Singalong und atmosphärischem Donnergrollen im Spoken-Word-Part begeistert, ist das reichlich erschienene Publikum voll dabei und verabschiedet die Band nach 'Nosferatu' mit mehr als wohlverdientem Applaus. WARWOLF beweisen einmal mehr, dass in ihnen mehr steckt als bloße Verneigung vor den Helden der Vergangenheit.
Anschließend übernehmen die ebenfalls aus Köln stammenden GUN BARREL das Ruder. Die Band ist vielen nicht unbekannt, existiert sie doch bereits seit über 25 Jahren. Seit ihrer Gründung stehen die Musiker für kraftvollen Metal zwischen klassischem Heavy Metal und dreckigem Hard Rock und genau das bringen sie auch dieses Mal souverän auf die Bühne. Schon mit dem Opener 'Frontkillers' vom 'Outlaw Invasion'-Longplayer (2008) sitzt der erste Treffer, bevor 'Bombard Your Soul' vom gleichnamigen 2005er-Werk als astreine MOTÖRHEAD-Hommage alles niederwalzt. Druckvoll, ehrlich und voller Energie sorgt die Truppe 50 Minuten lang mit einer ansprechenden Mixtur aus allen Schaffensphasen für beste Stimmung, während sich auch der Sänger stimmlich absolut top präsentiert. Insgesamt liefern GUN BARREL souverän elf Songs voll straighten Heavy Rocks. Den zahlreichen Zuschauern und Fans gefällt der Auftritt des Quintetts sichtlich, und so feiern sie bei dem ein oder anderen kühlen Getränk die launemachende Musik. Am Ende kann man konstatieren: alles richtig gemacht!
THE OTHER haben zwischenzeitlich die Schminke angelegt und arbeiten sich durch den Soundcheck, der etwas hektisch wirkt. Nach den kurz angespielten Songfragmenten gibt es zwar Beifall, da dem Publikum noch nicht so klar ist, ob das hier noch Soundcheck ist, aber das stellt die Band dann kurz klar und startet mit dem Intro nochmal in den tatsächlichen Gig. Leider haben weder der Mann am Mixer noch die Band mitbekommen, dass einige Kanäle gar nicht auf der P.A. wiedergegeben werden. So holpert der Opener 'Hellfire' etwas mager gemixt und vor allem ohne Gesang aus den Boxen. Auch beim zweiten Track 'A Party At Crystal Lake' kommen die mehrstimmigen Vocals noch nicht vollständig rüber, bis dann der Mixer irgendwann nach und nach alle Knöpfe richtig dreht. Die Band geht Song für Song erst einmal konsequent rückwärts in der Historie bis zum 2004er 'Tarantula' bei dem die MISFITS-Ursprünge der Nordrhein-Westfalen besonders deutlich werden. Mit 'I Give You The Creeps' geht es dann wieder zurück zum letzten Album "Alienated". Der Sound ist mittlerweile richtig gut, die Band spielt locker auf und die flotten Titel laden zum Tanzen ein. So wundert es nicht, dass die Halle immer voller wird und die Bewegung immer mehr zunimmt. Für mich waren THE OTHER eigentlich immer so eine Band, die sich überdeutlich an den MISFITS orientiert, aber ein Stück softer agiert. Ich muss aber sagen, dass mich dieser Auftritt richtig abholt, denn irgendwann kann ich auch nicht mehr still stehen und hüpfe zu den fröhlichen Ghoul Punk-Hits, die sofort ins Ohr gehen. Rod ist nach der Frage, wer die Achtziger bewusst miterlebt hat, überrascht aufgrund der großen Resonanz und dachte zuerst, dass das Publikum deutlich jünger sei. Tja, Metal hält halt jung und man freut sich über 'A Ghost From The 80s'. Irgendwann springt Rod noch ins Publikum und singt einen Song komplett umringt von Fans. Die Hitdichte ist in der zweiten Hälfte des Sets insgesamt verdammt eng. 'Witch From Outer Space', 'I Need Blood' oder 'Beware Of Ghouls' entpuppen sich als richtige Party-Smasher. Irgendwie ist das alles ziemlich trashig, aber die Dynamik ist dank der mehrstimmigen Vocals und flotten Riffs klasse und ich eskaliere zum Ende nochmal fröhlich zu 'Back To The Cemetary'. Geil.
Nach den Party-Ghouls bereitet sich das deutsche Urgestein CREMATORY vor, welche vor allem in den Neunzigern einen Nerv in der immer variableren Metal-Szene trafen. Mit dem Titelsong des letzten Albums "Destination" starten sie fett in ihr Set und ich bemerke erleichtert, dass Markus Jüllich unter seinem Kopfhörer in seinem Element ist und sein Kit kräftig bearbeitet. Der Grund für die Erleichterung ist, dass er tagsüber in der Sonnenhitze einen etwas angeschlagenen Eindruck machte. Aber beim Gig ist davon nichts mehr zu spüren. 'Höllenbrand' ist dann danach einer der deutschen Titel, die sich mit 'Kommt Näher' und 'Welt Aus Glas' noch gleichmäßig über die Setlist verteilen sollten. Hier sind schon stark der Industrial-Einfluss beziehungsweise die NDH-Elemente zu spüren. Katrins Keyboards gehen teilweise neben den Saiteninstrumenten von Rolf Munkes und Oliver Revilo unter, die heute fast im roten Partnerlook die Bühne rechts und links flankieren. Doch bei 'Greed' kann sich Katrin weiter nach vorne spielen und der Song spielt auch Live die Stärken des mitreißenden Refrains aus. Felix grummelt sich mit seinem unverkennbaren Organ derweil durch die Titel und füllt die Bühnenmitte aus. Der Titel 'Kommt Näher' von dem 2014er Album "Antiserum" leidet wie die ganze Scheibe in meinen Ohren etwas an der dominanten Elektronik und den stampfenden Arrangements. Aber es ist eine prima Überleitung für die Bandvorstellung. Bei der stellt Felix die ganze Band mit "... wir sind ja noch alles junge Leute - vielleicht bis auf unseren Drummer" vor. Und Keyboarderin Katrin wird als "unsere Chefin" vorgestellt mit dem augenzwinkernden Zusatz "Ihr kennt das ja von zuhause". Als irgendwann 'The Future Is A Lonely Place' wieder den Sprung nach 2025 macht, gewinnt bei mir der knurrende Magen und ich begebe mich in Richtung Food-Truck, wo ein frischer und leckerer Double-Cheeseburger meinen Hunger stillt und ich den Rest des Konzerts von draußen hörend begleite.
ONSLAUGHT werde ich heute abend erst zum zweiten Mal in meinem Leben sehen - und das erste Mal war tatsächlich auch im JUZ Liveclub vor vielen Jahren. Und da ich die Jungs noch fabelhaft in Erinnerung habe, freue ich mich natürlich wie Bolle. Meine Sorge im Vorfeld galt dem Gesundheitszustand von Nige Rockett, der sich immer noch von schweren Erkrankungen und Operationen erholen muss und die Band aus gesundheitlichen Gründen lange verlassen hatte. Doch die Briten haben es zu den Andernach Metal Days geschafft und das düstere Intro mit den unheilvollen Glockenschlägen kündigt überlaut an, was nun passieren wird: 'Onslaught (Power From Hell)'! Die Soundwand ist hart wie Beton, als die Band mit dem Kulttitel loslegt. Und ohne Pause geht es direkt weiter mit dem punkigen 'Thermonuclear Devastation', welches mir vor der PA die angedeutete Frisur neu legt. Die Jungs wissen natürlich, dass die Meute vor allem zu den alten Titeln steil geht. So wundert es nicht, dass die ersten beiden Scheiben ("Power From Hell" und "The Force") einen Schwerpunkt in der Setlist stellen. Das Publikum würdigt dies durch ständige Moshpits, die hier und jetzt am ersten Tag zum ersten Mal richtig in Gang kommen. Aber auch neuere Titel wie das brutale Doppel 'Burn' und 'Killing Peace' vom gleichnamigen Album zeigen hier auf der Bühne, wie stark die Qualität der Band über die Jahrzehnte ist. Das Energielevel ist unglaublich. Und das, obwohl man deutlich merkt, dass Nige wegen seiner Probleme sehr gebremst spielt. Er ist leiser gemixt, bewegt sich kaum und spart auch deutlich bei seiner Anschlagskraft. Wenn er seine Gitarre tauschen muss, braucht er sehr lange, um den Wechsel neben seiner Backline durchzuführen. Im Interview hat er kürzlich noch gesagt, wie stark er noch unter den Folgen seiner mehrfachen Erkrankungen leidet und das sieht man ihm auch deutlich an. Umso größer ist mein Riesenrespekt, dass er solche Gigs durchzieht und auf der Bühne dabei ist. Und ich drücke ihm ganz fest die Daumen, dass er seine frühere Konstitution wiedererlangen kann und vor allem wieder ganz genesen wird. Die Band gibt ihm volle Rückendeckung und erzeugt einen unglaublichen Schub. Frontmann Sy Keeler ist neben Nige ja noch ein Urgestein aus der ersten Stunde und mittlerweile auch schon Mitte 60. Das merkt man ihm aber nicht an, denn er rockt die Hütte so gnadenlos wie seine deutlich jüngeren Sidekicks. Als der Gig dann mit MOTÖRHEADs 'Iron Fist' endet, ist das ein perfektes Sahnehäubchen auf einem absoluten Thrash-Highlight. Unglaublich, wie ONSLAUGHT nach 40 Jahren Bandgeschichte viele jüngere Bands auf der Bühne locker an die Wand spielen.
Nach dem geilen akustischen Gewitter übergeben wir den Stift an unseren Kollegen Elvis, der sich spontan bereiterklärt hat, den heutigen Headliner nach einem Interview auch zu besprechen:
Während Opa Steve den heutigen Headliner H.E.A.T munter als musikalisch eher plüschig bezeichnet hat, dürfte sich das zumindest live ein bisschen anders darstellen. Klar, die fünf Schweden sind natürlich nicht CREMATORY oder ONSLAUGHT und machen weiterhin Melodic Rock. Bei einem solch abwechslungsreichen Programm wie diesem ersten Tag des Festivals sind sie jedoch sowohl ein guter Kontrast als auch ein mehr als würdiger Headliner. Ursprünglich für 22:30 Uhr angesetzt, fehlt dann doch nicht mehr viel an 23 Uhr, als die Klänge von 'The Heat Is On' ertönen und man die Band dementsprechend in Kürze auf der Bühne erwarten darf. Zum Glück lassen sich die Besucher auch nicht wirklich von der späten Stunde abschrecken und die Halle ist immer noch gut gefüllt. Und wie gesagt, es mag Melodic Rock sein, doch live sind H.E.A.T fraglos ein gutes Stück härter als auf den Alben. 'Disaster' als Opener gibt schon mit ordentlich Gas die Marschrichtung vor und Kenny Leckremo zeigt von Anfang an die enorme Energie, die er seit seinem Comeback am Mikrofon auf die Bühne bringt. Auch gesanglich hat er sich von seinen Anfängen durchweg nochmals ein gutes Stück gesteigert und man merkt, dass er sich als Frontmann absolut wohl fühlt. Die restliche Band agiert ebenso gewohnt souverän und obwohl es der erste Besuch in Andernach ist, finden Band und Publikum schnell zueinander. Die Stimmung passt und man hatte schon den Tag über sehen können, dass hier durchaus einige Hardcore-Fans den Weg gefunden haben. So bekommt Drummer Crash, der heute 40 wird, nicht nur ein solides Ständchen von seinen Kollegen, sondern auch vom Andernacher Publikum und sogar ein Präsent, was Fans in der ersten Reihe mitgebracht haben. Das heutige Set bietet insgesamt eine gut gewählte Mischung aus der Bandgeschichte, fokussiert sich aber doch deutlich auf die letzten drei Alben, die das Gerüst der Show bilden. Das ist auch logisch, denn spätestens ab "II" aus 2020 (damals noch mit Erik Grönwall kurz vor seinem Ausstieg) haben H.E.A.T ihren Stil perfektioniert. Die Auswahl der Songs erfolgt offensichtlich nach deren Stärke, weswegen Kenny keinerlei Berührungsängste mit Songs aus der Grönwall-Zeit hat, diese aber natürlich auch problemlos meistert. 'Beg Beg Beg' bekommt auch 2026 die kleine 'War Pigs'-Einlage zu Ehren OZZYs spendiert, was auch immer noch gut ankommt. Ein bisschen Überraschung neben der aktuellen Single 'Set Me On Fire' darf natürlich trotzdem sein, denn obwohl "Into The Great Unknown" 2017 eher ein Übergangs-Album war, bei dem man sich der Richtung nicht so wirklich klar schien, gibt es mit 'Redefined' heute auch einen Song daraus zu hören. Stilistisch durchaus ein bisschen anders als jetzt, aber durchaus stark dargeboten. Zum Schluss dürfen natürlich ein paar Kracher nicht fehlen, wobei man angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit auf Mätzchen verzichtet und gleich alle Songs durchspielt. Fast jedenfalls, denn '1000 Miles' war laut Setlist an sich geplant, wurde aber vermutlich aus zeitlichen Gründen am Ende weggelassen. Schade an sich, da die Band jedoch am nächsten Morgen schon früh beim Frontiers Rock Festival in Trezzo nahe Mailand aufschlagen muss, sei den Jungs ein bisschen Verschnaufpause nach diesem schweißtreibenden Gig gegönnt. In der Summe ein absolut verdienter Headliner-Slot, den H.E.A.T auch hoch souverän durchgezogen haben. Dem Applaus nach zu urteilen, hatte nicht nur ich Spass und vielleicht sehen wir die Band ja auch mal bei einer weiteren Tour wieder hier.
Setlist H.E.A.T:
Disaster
Rock Your Body
Dangerous Ground
Hollywood
Rise
Nationwide
Redefined
Set Me On Fire
Beg Beg Beg
Drum Solo
Back To The Rhythm
Running To You
Living On The Run
1000 Miles (geplant, aber nicht gespielt)
One On One
A Shot At Redemption
Samstag
Am zweiten Tag des Festivals bekommt mit STONE MOUNTAIN MANORZ als Opener auch der sogenannte Nachwuchs seine Bühne – und genau das ist ein starkes Zeichen. Die vier Jungs stammen aus der Eifel und haben sich vor einigen Jahren zusammengefunden, um gemeinsam Musik zu machen. Getreu ihrem Motto "Wir lieben die Musik, die wir für uns machen!" präsentiert sich die Band mit insgesamt neun Stücken, die irgendwo zwischen Rock und Metal angesiedelt sind. Die Songtitel wie beispielsweise 'Gut Und Böse', 'Jetzt' oder 'Lauf Jetzt Los' machen deutlich, dass die Texte in ihrer deutschen Muttersprache beheimatet sind. Auch wenn der Stimme des Fronters stellenweise noch etwas mehr Durchschlagskraft guttun würde, zeigt die Formation, wie wichtig solche Slots für ambitionierte Bands sind. Vor allem die nicht wenigen mitgebrachten Fans, erkennbar an Band-Shirts und textsicherem Mitsingen, sorgen für eine gute Atmosphäre und beweisen, dass sich hier bereits eine treue Anhängerschaft formiert.
GODSNAKE konnten für ihr neues Album "Inhale The Noise" einige gute Rezensionen einfahren. Ich bin der Überzeugung, dass der Slot in einem halben Jahr schon deutlich besser aussehen würde. Doch die Band aus Norddeutschland weiß genau, dass man sich das auch auf der Bühne erarbeiten muss. Die Show startet mit einem bekannteren Titel vom Album "Poison Thorn" und 'Apocalpyse For Free'von den Vorgängerscheiben. Mit 'Lost & Forgotten' vom aktuellen Album können sie dann direkt alle Stärken ausspielen. Thrash trifft auf Melodie und der mehrstimmige Gesang entpuppt sich als echte Stärke der Band. Dieser funktioniert auch live ziemlich gut. 'Scream For A Bullet' kann da noch nicht ganz so mithalten, aber der Titelsong des neuen Albums zeigt später noch, dass die Band nicht nur songwriterisch stark zugelegt hat, sondern dass auch die Songs auf der Bühne noch besser knallen als auf der Scheibe. Die neuen Titel sind mittlerweile deutlich aus dem Thrash-Einerlei herausgetreten, obwohl auch ältere Songs wie 'The Sickening' heute in der Mittagshitze mehr Eier haben als im Studio-Original. Apropos Hitze: Torger spielt die besorgte Mami und erinnert das Publikum daran, bei den Temperaturen genug zu trinken. "Ihr müsst viel trinken bei dem Wetter, lasst mich nicht eure Mami sein." - und schwupps rennt ein Teil der Besucher erst mal zum Bierstand, um Nachschub zu holen. Zum Glück sind alle schnell genug zurück, um auch den Rest des Gigs mitzubekommen. Dieser endet mit 'Stone The Crow' und ich hätte mir noch einen größeren Anteil von aktuellen Songs im Set gewünscht. Allerdings haben GODSNAKE auf den Andernach Metal Days bewiesen, wieviel Potenzial in den älteren Titeln steckt, wenn sie auf dem heutigen Niveau der Band dargeboten werden. Das war nämlich sehr ordentlich und die Band wird dieses Jahr den Sprung auf das nächste Level schaffen. Versprochen!
FRANK BLACKFIRE hat durch seine Engagements bei KREATOR und zuletzt SODOM, bei denen er zu Beginn und am Schluss dabei war, natürlich Geschichte geschrieben. Inwieweit er am Songwriting beteiligt war, kann man nur mutmaßen, aber sicher ist: Er hat an einigen denkwürdigen Stücken mitgewirkt. Sein eigenes Album "Back On Fire" schaffte diesen Durchbruch leider nicht und tunnelte immer etwas unter dem Horizont. Auf den Andernach Metal Days zeigt er sich allerdings gelöst und locker und lässt nicht spüren, dass er schon bei Deutschlands maßgeblichsten Thrash-Bands mitgewirkt hat. Das Trio entert die Bühne ohne Firlefanz und legt einfach mit dem ikonischen 'Peter Gunn'-Motiv als Intro los, was natürlich angesichts eines Thrash Metal-Gigs schon ein bisschen augenzwinkernd rüberkommt. Der Start ist leider von etwas dünnem Sound geprägt und es fällt auch direkt wieder auf, was eigentlich das Hauptproblem von Frank ist: Er ist kein besonders talentierter Shouter. Und eine zweite Gitarre wäre für das Genre auch hilfreich. Unbeirrt geben die Jungs aber Vollgas und die beiden Frontmänner haben jeweils ganz eigene Showaspekte: Frank ist da der Thrasher mit Leib und Seele, RAVENSTINE-Bassist John A. B. C. Smith wirkt mit seiner coolen Retro-Jacke und dem Brillenmodell zwischen Joey Ramone und Geddy Lee schon fast hippiesk. Die eigenen Titel schwächeln an den bereits genannten Tatsachen und eine richtig gute Stimmung will noch nicht so recht aufkommen. Als dann KREATORs 'People Of the Lie' angestimmt wird, werden die Publikumsreaktionen zwar schon besser, aber auch dieser Song wirkt leider noch wie eine proteinarme Version der Altenessener Originalvorlage. Doch bei den SODOM-Titeln wendet sich das Blatt: Die Songs lassen sich von dem Trio perfekt reproduzieren und 'Agent Orange' ist nur der Auftakt einer gefeierten Tour durch den Pott. Das hektische und schmutzige 'Sodomy And Lust' wird zum Höhepunkt des Gigs und bringt viele zum Bangen. Vor 'Remember The Fallen' gibt es dann noch eine energische Ansage gegen die Kriegsstimmung überall auf der Welt und beim unvergleichlichen 'Bombenhagel' sucht Bassist Smith die Publikumsnähe, indem er einfach im Fotograben auf den Hockern der Absperrung immer wieder mit dem typischen Bass-Geschredder in den nächsten Part führt.
SANCTUARY hatten einen kurzen, aber bewegten Werdegang. Es gab diverse Line-Up-Wechsel, Warrel Dane wurde mit NEVERMORE einen Ticken kultiger, die Reunion war nie wirklich konstant im Output. Ich hatte zwar die Begeisterungen vieler für die "Into The Mirror Black" mitbekommen und das Album in den 90ern sicher auch mal gehört, aber die Band nicht wirklich verfolgt. Einziges formelles Gründungsmitglied ist noch Lenny Rutledge und gemessen am ersten Demo muss man Dave Budbill an den Drums noch dazu rechnen, aber der Rest der heutigen Band ist schon mindestens die Dritt- oder Viertbesetzung. Mit Joseph Michael von WITHERFALL am Mikro (Fun Fact: Er ist der Cousin von Ronnie James Dio) und dem für die aktuelle Tour angeheuerten Will Wallner an der zweiten Gitarre steht die Band jetzt auch in Andernach auf der Bühne und sorgt für volles Haus. Man merkt den Fans die Spannung an. Mit dem Opener 'Die For My Sins' wird die Marschrichtung klar gemacht, die sich während des Gigs auch nicht mehr ändern wird: US-Metal, der immer wieder von Epic- beziehungsweise Doom-Stilelementen durchzogen wird. Der Einstieg mit dem alten Titel von 1987 sorgt für ein großes Hallo - nicht allein wegen des hohen Bekanntheitsgrads, sondern auch wegen der Power, mit der Joseph die Screams von seinem Vorgänger Warrel Dane raushaut. Mit 'Future Tense' kommt dann relativ schnell der Sprung zum eben erwähnten "Into The Mirror Black". Das ausgefeilte Arrangement wirkt aus einem Guss und kann überzeugen. Zu den etwas obskureren Momenten gehört das JEFFERSON AIRPLAY-Cover 'White Rabbit', welches zugegebenermaßen erst gar nicht so leicht zu erkennen ist. Doch beim berühmten Höhepunkt (Fans von "Fear And Loathing In Las Vegas" wissen Bescheid) dämmert es dann doch. Überhaupt hat das Debüt "Refuge Denied" neben "Into The Mirror Black" den höchsten Stellenwert im Set, denn später kommt noch 'Soldiers Of Steel'. Die Reunion-Scheibe "The Year The Sun Died" spielt dagegen keine besondere Rolle. Diese Tour ist ganz klar auf Retro-Feeling ausgelegt! Dementsprechend textsicher sind viele Besucher, die die alten Titel auswendig und vielfach mitsingen. Joseph rockt das ganze Set mit seiner unglaublichen Stimme und angesichts des verdammt lauten, aber klaren Sounds wird jeder Song zum Volltreffer. Basser George Hernandez post mit seinem faszinierendem 80er "Rich Bich"-Bass und Lenny entpuppt sich als lässig wortkarg, als er von Joseph zu einem Kommentar aufgefordert wird, dieser aber nur wenig unmotivierte Worte aus ihm herauslockte. "He never speaks more than three words!" war Josephs Reaktion. Ein megastarker Gig, der sogar mich komplett abholt, obwohl ich mit dem Material eigentlich nicht vertraut war.
RONNIE ROMERO war mir noch in fabelhafter Erinnerung von Ritchie Blackmore's RAINBOW. Der geborene Chilene, der schon seit längerer Zeit in Bukarest lebt, glänzte auf Ritchies Abschiedstour mit einer Megastimme und einem feinen Gespür speziell für die Songs seines Namensvetters, Ronnie James Dio. Dazu hat er einige Alben selbst aufgenommen, die stilistisch gar nicht so weit weg vom Hardrock-Baum fallen, und sich an diversen anderen Coverversionen ausgetobt. Auch der heutige Abend sollte ein toller Mix aus eigenen Songs und Covers werden. Mit dem Opener seines letzten Albums geht es los und 'Backbone' stampft mit leichten Soundproblemen aus der PA. Auf die dezenten Hammond-Sounds muss man in Andernach verzichten - die Band steht ausschließlich mit der Saitenfraktion auf der Bühne. José an der Gitarre schafft es allerdings, schon beim ersten Song eine Saite zu fetzen und muss die Band unverhofft zum Jammen zwingen. Was ihm einen kleinen Seitenhieb von Ronnie einbringt ("Du hast das echt schon beim ersten Song geschafft?") Mit zwei weiteren Songs dieses Albums geht es noch weiter, bevor mit 'Stand Up And Shout' der erste DIO-Banger in die Menge geschleudert wird. Auf der Loreley war damals alles so riesig und die Augen gingen ständig über die große Bühne. Hier auf der Bühne des JUZ Liveclubs kann Ronnie seine Bühnenpräsenz sehr gut unter Beweis stellen und post routiniert mit seinen Kollegen, wenn er nicht gerade seine erstaunliche Stimme erklingen lässt. Nach diesem ersten Coversong gilt der nächste Block dem 2023 Album "Too Many Lies, Too Many Masters". Einen Extra-Applaus gibt es zwischendurch für Bassmann Barend Courbois von MSG, der heute Abend aushilft. Die starke Darbietung hat die Stimmung mittlerweile richtig in den roten Bereich getrieben. Genau der richtige Moment für einen der epischsten Songs überhaupt. Der Drum-Rhythmus wird von Kundigen auch ohne den Phaser-Effekt des Originals aus den Siebzigern erkannt: RAINBOWs 'Stargazer' wird dargeboten. Er kommt leider nicht ganz so wuchtig rüber wie damals auf der Loreley in größerer Besetzung. Aber das monumentale Werk sorgt auch hier wieder für totale Begeisterungsstürme. Vor allem das Ende mit Ronnies Solo-Gesang meistert dieser so beeindruckend, dass die Gänsehaut meterdick wird. Nach DEEP PURPLEs 'The Battle Rages On' und dem eigenen 'Black Dog' dürfen RAINBOW mit einem fabelhaften 'Kill The King' (inklusive Double Bass-Einsatz) wieder einen Höhepunkt setzen, bevor der Auftritt mit JUDAS PRIESTs 'Turbo Lover' endet. Zugegeben, ich hätte mir lieber ein Ende mit einem Kracher wie 'Kill The King' gewünscht als den etwas lahmen 'Turbo Lover', der auch gar nicht so in Ronnies Stimmlage passt. Aber insgesamt hat der Meister richtig stark abgeliefert.
Dann betreten APRIL ART verspätet, aber völlig unbeeindruckt und bestens gelaunt die Bretter der JUZ-Bühne – und reißen mit den beiden ersten, etwas älteren Songs 'Break Out' und 'Rising High' das Ruder und auch die Aufmerksamkeit des Publikums sofort an sich. Die hessische Band um Frontfrau Lisa-Marie Watz, deren Mitglieder alle immer in roten Klamotten auftreten, steht seit Jahren für modernen Alternative Metal mit enorm hoher Live-Energie. Und genau diese explodiert nun auch bei den Andernach Metal Days. Die sympathische Truppe rockt, springt und wirbelt über die Bühne, als gäbe es kein Morgen. Auch die Anwesenden vor der Bühne lassen mittels Moshpits und Circle Pits während der energetischen Live-Performance die Halle kochen. Kaum jemand steht still. Der vielleicht bewegendste Moment des Abends zeigt, wie besonders das Metal-Publikum ist: Ein Rollstuhlfahrer wird von der Menge kurzerhand aus seinem Rollstuhl gehoben und bis zur Bühne crowdsurfend getragen. Immer wieder steht der Rollstuhl im Mittelpunkt der feiernden Zuschauer. Ein paar Songs später wird die von Lisa bereits eingeleitete Wall of Death einfach ausgesetzt – stattdessen bildet die Menge einen wirbelnden Kreis um den Rollstuhl. Ein ebenso emotionaler wie beeindruckender Augenblick, der perfekt zur positiven, verbindenden Energie von APRIL ART passt. Jeder Song sitzt, jeder Refrain zündet, und das Publikum dankt es der Band mit grenzenloser Begeisterung und textsicherem Mitsingen. Leider neigt sich der über einstündige High-Energy-Auftritt der Sympathen gefühlt viel zu früh dem Ende zu. Doch zuvor mobilisieren sowohl die Musiker auf als auch die Leute vor der Bühne bei den Hits 'Jackhammer' sowie 'Not Sorry' noch einmal die letzten Reserven. Es ist einfach Wahnsinn, welch unglaubliche und vor allem positive Energie Musik entfachen kann. APRIL ART haben das einmal mehr bewiesen, und man kann jedem empfehlen, der sie noch nie live gesehen hat: Holt das umgehend nach!
Trotz weiterer Verzögerung entern schließlich SOEN als Headliner des Abends unter erwartungsvollem Jubel die heilige JUZ-Halle – und machen vom ersten Moment an klar, warum sie als eine der faszinierendsten Progressive-Metal-Bands der Gegenwart gelten. Erst wenige Tage zuvor von einer ausgedehnten USA- und Kanada-Tour zurückgekehrt, sind die Schweden eigens für diesen einen Abend nach Andernach angereist. Von Müdigkeit oder Jetlag ist jedoch keine Spur zu erkennen. Und schon von der ersten Note des Opening-Tracks 'Mercenary' vom diesjährigen "Reliance"-Album strahlt die Band eine nahezu magnetische Kraft aus. Unmittelbar darauf folgt 'Antagonist' (2021), bei dem Fronter Joel in russischer Uniform die Bühne betritt. Diese Garderobe wird visuell genutzt, um die kämpferische und aufrührerische Thematik des Stücks zu unterstreichen. Später berichtet der Sänger offen, dass dies auf der US-Tour – explizit in Texas – nicht überall problemlos aufgenommen wurde. Doch die Fans feiern den Song und spätestens beim eingängigen Refrain singen viele begeistert mit. Doch nicht nur neueres Material haben SOEN im Gepäck, was das sehr proggige und fast hypnotische 'Fraccions' aus dem Jahr 2012 beweist. Das kraftvolle 'Memorial' vom gleichnamigen Langspieler aus dem Jahr 2023 schließt an, bevor das schwedische Quintett mit dem aktuellen Titel 'Indifferent' leisere Töne anschlägt. Dabei agiert jeder der Musiker auf höchstem Niveau, alles greift perfekt ineinander: Lars Åhlund (normalerweise Gitarre) an den Keyboards, Cody Lee Ford an der Gitarre und vor allem Joel Ekelöf als charismatischer Frontmann verschmelzen zu einer beeindruckenden Einheit. Dies alles verbindet sich mit purer Emotion, die sich unmittelbar auf die Zuschauer überträgt. Aber natürlich tragen auch Martin Lopez am Schlagzeug sowie der neue "alte" Bassist Stefan Stenberg mit ihrer jeweiligen Performance dazu bei, dass jeder Song von den Leuten gefeiert, jede Dynamik mitgelebt wird. Gerade bei den emotionalen Stücken wie 'Discordia', 'Lascivious' oder dem intensiven 'Lotus' fließen sogar Tränen – und diese ergreifende Reaktion bleibt kein Einzelfall im Publikum. Auch solche Momente zeigen die besondere Intensität dieses Auftritts. Mit 'Primal' nehmen SOEN schließlich noch mal etwas Fahrt auf und beenden mit 'Violence' den Hauptteil des Sets. Aber natürlich möchte niemand in der Halle seine Lieblinge ohne Zugaben gehen lassen, was durch frenetisches Klatschen und Beifall deutlich gemacht wird. Die sympathische Truppe lässt sich nicht lange bitten und gibt mit 'Illusion' und 'Unbreakable', welches aus vielen Kehlen lautstark mitgesungen wird, am Ende noch einmal alles. Leider geht damit ein großer Konzertabend zu Ende, gekrönt von einem Headliner, der wieder eindrucksvoll beweist, wie mitreißend, emotional und kraftvoll modern-progressive Musik sein kann. Andernach erlebt an diesem Abend ein echtes Live-Highlight.
Fazit: Die Andernach Metal Days haben 2026 mit einem spannenden und gemischten Line-Up für alle Geschmäcker einen Nerv getroffen. Die konzeptionellen Änderungen mit der Halle als Konzertmittelpunkt und dem Außenbereich haben Vor- und Nachteile, wobei die Wetterunabhängigkeit natürlich ein starker Pluspunkt ist und man auch während der Bands draußen etwas Ruhe zum Chillen, Quatschen, Essen und Bier findet. Das war ein megastarkes Wochenende!
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Stone Mountain Manorz - The Other - Fabulous Desaster - Warwolf - Frank Blackfire - Godsnake - GunBarrel - Ronnie Romero - Crematory - Sanctuary - Onslaught - April Art - Heat - Soen |
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