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Wacken Open Air 2013

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Take off: 01.08.2013 - Review (5561 mal gelesen)
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Zu zweit das Wacken Open Air zu bearbeiten ist eine Mammut-Aufgabe, nicht nur wegen der hohen Anzahl an Bands, nicht nur wegen des Wetters, auch die Wege auf dem Gelände werden immer länger. Mein Kumpel Boddy und ich haben uns aber dieser Aufgabe gestellt. Los ging es am Mittwochmorgen, bei gefühlten 45 Grad im Schatten. Schon auf der Autobahn wurde deutlich, dass das W:O:A an diesem Wochenende seine Tore öffnet. Die ersten Autos mit den großen Anfangslettern des größten Metal-Festivals treffen wir schon kurz hinter Bielefeld und es werden mehr und mehr. Auch bei den Pausen am Rasthof laufen uns die ersten Wacken-Shirts über den Weg. In Hamburg schnell noch ein paar Sachen zum abendlichen Grillen gekauft und los geht's durch die norddeutsche Tiefebene in Richtung des Metal-Mekkas für dieses Wochenende. Auf der Wacken-Homepage würde es schon angekündigt, auf der A23 gehts nichts mehr. Stau wegen einer Baustelle und wir mit Vollgas darauf zu. Dort standen wir dann mit einigen anderen Metalheads ca 1-2 Stunden. Es ging wirklich gar nichts mehr.

Als Medienpartner des W:O:A soll man sich am Presse Check-In melden, was sich schweieriger gestaltete als uns lieb war. Nachdem uns niemand wirklich sagen konnte, wo genau wir hin müssen und wir letztendlich ein mal um das komplette Gelände geleitet wurden, haben wir es dann doch endlich geschafft. In Wacken ansich herrscht natürlich schon ein lebhaftes Treiben. Tausende von Metalheads und anderen Touristen überfallen das Dorf um in Hofeinfahrten Bier zu kaufen, die letzten Utensilien zu besorgen, Kaffee zu trinken, einen kleinen Schnack mit den Einwohner zu halten oder sich einfach in dem Dorf umzusehen. Wacken steht Kopf und jeder will daran teilnehmen. An sämtlichen Häusern weht die Wacken-Fahne, die Dorfkinder bieten mit ihren Fahrrädern und Anhängern einen Bier-Lieferservice an und der Rest der Einwohner bietet Frühstück, Dusche o.ä. Hauptsache dabei.

Boddy und ich haben es inzwischen geschafft auf dem Campingplatz zu landen unseren Platz zu finden und sogar das nagelneue Zelt aufzubauen. Da heute Mittwoch ist, finden noch keine großen Veranstaltungen statt. Auf dem Movie-Field werden zunächst mal der SAXON-Film, der LEMMY-Film und Full Metal Village gezeigt. Da heute Abend nicht mehr viel passiert schmeissen wir unseren Einweggrill an und lassen uns das Bio- und Fake-Fleisch schmecken. Hippies? Nein!

Wie es auf einem Metal-Festival ist, wird man morgens entweder durch ein zackiges "Aufstehen!"-Gebrüll des Nachbarn oder Schlagermsuik geweckt. Am heutigen Donnerstag-Morgen war es dann erst Tom Astor mit seinem Hit Hallo, guten morgen Deutschland, dann brüllte der Nachbar. Okay, also, erst mal aufstehen und Kaffee kochen. Der Donnerstag beginnt mit Vorfreude. Nicht nur bei mir, auch bei den ca. 80.0000 anderen Besuchern des Festivals. Denn heute startet offiziell das W:O:A 2013. Das merkt man nicht nur an der speziellen Atmosphäre, die in der Luft liegt. Nein, auch der Hubschrauber, der im 30 Minuten-Takt die Bands einfliegt, trägt seinen Teil dazu bei. Und dann ist es endlich soweit. Um ca. 15 Uhr öffnen sich die Tore zum Holy Wacken Land und die Massen stürmen vor die Bühnen. Eröffnet wird das Wacken mit einer kurzen Rede von Harry Metal.

Donnerstag:

Skyline:
Sind die ersten, die die Bühne betreten. Die Meisten wissen ja schon, dass es ohne diese Band das Festival gar nicht geben würde. Mitveranstalter Thomas Jensen, der hier die 4-Saiten bedient, lässt es sich, wie jedes Jahr, nicht nehmen, mit seiner Band einige Klassiker der Metalwelt zu covern. (Eddieson)

Annihilator:
imgleftANNIHILATOR haben sich 1984 gegründet und gehören somit fast schon zu den Thrash Metal Pionieren. Leider ist von den Gründungsmitgliedern der kanadischen Band nur noch der Gitarrist Jeff Waters dabei. Was dazu führt, dass meines Erachtens beim W:O:A eine relativ gute ANNIHILATOR-Coverband aufgetreten ist. Mehr war es leider nicht. Die Jungs wirkten gut gelaunt und haben sich viel Mühe gegeben. Der Funke wollte leider nicht so wirklich rüber springen, so dass es meines Erachtens eher ein mittelmäßiger Auftritt war. Ich muss jedoch gestehen, die letzten 12 (!) Studioalben von ANNIHILATOR nicht zu kennen, da jedoch das „Alice in Hell“ und das „Never Neverland“ Album in meinem Walkman rauf und runter liefen, hatte ich mich eigentlich schon auf den Auftritt gefreut. Allerdings war gerade der für ANNIHILATOR typische Sound, der auf diesen beiden Alben zu hören ist, höchstens beim letzten Lied, ansatzweise zu erkennen. Ich mache es jetzt wie Jeff Waters auf der Bühne. Ratet mal, welchen Song ich wohl meinen könnte? Welchen Song haben sie wohl nach 27 Jahren ANNIHILATOR zuletzt gespielt? Richtig, es war 'Alison Hell'. (Boddy)

Deep Purple:
imgrightDEEP PURPLE wurde ja schon relativ früh als ein Hauptact angekündigt. Sie sind einfach eine lebende Legende. Auch wenn sie mich musikalisch nicht besonders interessieren, standen sie doch bisher auf meiner "muss man mal gesehen haben"-Liste. Tja, und wann soll ich sagen? Die Männer sind seit Jahren im Geschäft, wissen, wie der Hase läuft und haben dementsprechend auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Dass da nicht mehr unbedingt die Post auf der Bühne abgeht ist fast selbstverständlich. Trotzdem ist es grossartig, was die Herren hier abliefern. Was die Band ja etwas auszeichnet, ist, dass viele Songs live in die länge gezogen werden. So auch natürlich beim Wacken. Nehmen wir z. B. "Smoke On The Water" bei dem sie von ULI JON ROTH an der Gitarre unterstützt werden. Das beginnt mit einer kurzen Jam-Session zwischen Uli und Steve Morse, bis dann das bekannte "Smoke On The Water"-Riff einsetzt, und sofort die Gänsehaut über den Rücken läuft. Ian Gillan ist absolut gut bei Stimme, nur leider wohl nicht mehr gut genug um "Child In Time" live zu bringen, ist aber nur eine Vermutung, denn der Song fehlt in der Setlist, was ich persönlich sehr schade finde. Egal, ich will das Set nicht an einem Song festmachen, es war ein fantastischer Auftritt, den die Briten hier abgeliefern, und sie tragen den Status einer lebenden Legende zurecht. (Eddieson)

Rammstein:
Vorweg möchte ich erwähnen, dass ich RAMMSTEIN schon mal im Jahre 2001 gesehen habe. Ich würde mich allerdings nicht als RAMMSTEIN-Fan bezeichnen und habe so meine Fragezeichen, ob sie ein würdiger Headliner für das W:O:A sein können. Hier geben sie das letzte Konzert ihrer Europa Festival Tour.
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Den ganzen Tag lang fliegt schon der Hubschrauber über das Gelände. Jedes Mal scherzten Eddieson und ich, ob wohl RAMMSTEIN-Keyboarder Flake darin sitzen würde. Wir stellten uns vor, wie er den Steuerknüppel vom Heli in der Hand hält und sich dabei genau so steif wie auf der Bühne bewegt. Vor dem RAMMSTEIN-Auftritt liegt allerdings nicht nur der Heli sondern irgendwie auch etwas Besonderes in der Luft. Ich habe noch nie so viele Menschen mit RAMMSTEIN-Shirts gesehen. Es wurde spekuliert, ob Heino wohl wirklich dabei wäre. Im Pressebereich ließ sich ein bekannter Rapper im weißen Anzug, mit pinken Schuhen und großer Zigarette in der Hand, von Leuten, die ein Foto mit ihm haben wollten, schmeicheln und der TV Koch Steffen Henssler sprach, eine viertel Stunde vor Beginn des Konzertes, ganz aufgeregt in sein Mobiltelefon. Er hätte doch jetzt keine Zeit!!!
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Pünktlich um 22:15 Uhr geht es los. Und wie! Die Lautstärke wurde höher geregelt, so dass wirklich alles vibriert. Im Nachhinein hat mir jemand berichtet, dass er sich aufgrund der Vibrationen übergeben musste. Ob es lediglich an den Vibrationen lag, sei mal dahingestellt. Aber ich selber spüre meinen Plastikmaßkrug (habe mir vor den "besonderen" Konzerten immer nen Liter Bier für 10€ geholt. Sehr praktisch) vibrieren, so dass ich fast schon vor einer tsunamihaften Bierwelle Angst haben muss, wenn ich einen Schluck nehmen wollte. Dies wäre der erste Kritikpunkt am RAMMSTEIN-Konzert. Das Konzert wird neben der Trommelfellmassage auch ein visuelles Erlebnis, denn RAMMSTEIN rufen ihr komplettes Repertoire ab. Es gibt kein Lied, bei dem nicht etwas spektakuläres passiert. Explosionen, Schaumkanonen und der Funkenregen dürfen genau so wenig fehlen, wie der Flammenwerfer, der zum Einen dazu genutzt wurde, um Flake in einem überdimensionierten Topf zu kochen, als auch um sich von vermeidlich lästigen Groupies zu entledigen. Flake dürfte bei dem Auftritt sowieso am meisten ins Schwitzen gekommen sein, denn wenn er nicht gerade während seines Keyboardspiels auf einem Laufband läuft, dann wurde er vom Frontmann Till Lindemann rangenommen. Dies bei dem Lied 'Bück dich' auch wortwörtlich. So das neben einer Menge funken, auch literweise künstliches Ejakulat versprüht wird, an dass sich die Fans in den ersten Reihen sicher erinnern werden.

'Verarscht' sagt Till und zeigt den Stinkefinger, nachdem das Lied 'Rammstein' kurz angespielt wird und sich alle Fans eingegroovt hatten. Allerdings ist keiner mehr böse, als es dann mit 'Ich will' weiter geht. RAMMSTEIN spielen eine ausgeglichene Mischung der Songs ihrer sechs Studioalben. Die deutlich ruhigere Pianoversion des Liedes 'Mein Herz brennt' darf genau so wenig fehlen, wie das Lied 'Pussy', welches zuletzt gespielt wird. Ich wollte in diesem Bericht mehrere Kritikpunkte setzen. Wie viele waren es noch? Ach ja, ich habe nur einen gesetzt. Liegt daran, dass es keine weiteren gibt. Heino kam auch noch mit einem roten Ledermantel auf die Bühne, aber das war eher nebensächlich denn nach dem Konzert fragten sich die Meisten, wie RAMMSTEIN sich selber überbieten und welcher Headliner im 25. Jubiläumsjahr die Show von RAMMSTEIN noch toppen könne. Sorry, an alle RAMMSTEIN-Kritiker/Hasser. Wie gesagt, ich war kein RAMMSTEIN-Fan, aber wenn jemand an diesem Auftritt was auszusetzten hat, würde ich gerne mit RAMMSTEIN-Worten antworten: "der Neider hat es schlecht gewusst." (Boddy)

Freitag:

Der Freitag beginnt mit einer Kochstunde. Gekocht werden die Bewohner im Zelt. Schon morgens um 7:00 Uhr ist es im Zelt so dermaßen heiß, dass an Schlaf nicht mehr zu denken ist. Also, was macht man als erstes? Genau, man kocht sich erst mal einen schönen heissen Kaffee und frühstückt was. Es verspricht also ein toller Tag zu werden, nicht nur aus musikalsicher Sicht, sondern auch das Wetter verspricht heute an Sonne und Hitze nicht zu geizen.

Benighted:
imgrightNach einer kurzen Nacht geht es dann gleich Freitagmorgen weiter. Was gibt es schöneres, als sich morgens mit einem Kaffee in der Hand, und einer ordentlichen Portion Brutal Death Metal die letzte Müdigkeit aus der Rübe ballern zu lassen? So geschehen, bei den Franzosen BENIGHTED, die als erstes die Bühne der W.E.T-Stage betreten und schon vor einigen, noch etwas verkaterten, Metalheads das Zelt auseinander nehmen. Death Metal am frühen Morgen ist super. BENIGHTED nehmen keine Rücksicht. Sie prügeln, kreischen und grunzen sich durch ihr Set. Leider ist der Sound etwas breiig und nicht wirklich differenziert, was angesichts einer technischen Band, wie BENIGHTED etwas schade ist. Durch den breiigen Sound wird die Freude etwas getrübt. Aber vor allem Songs, wie 'Slut' oder 'Fritzl' sind live großartig und entschuldigen dann doch etwas. Beim letzten Song verschwindet dann der Bassist samt Instrument im Publikum und ward nie wieder gesehen (später bei NAGLFAR satnd er dann plötzlich wieder neben mir). Insgesamt ein solider Auftritt, der die Vorfreude auf das kommende Album etwas anheizt. (Eddieson)

Naglfar:
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Black Metal, auch wenn es melodischer Black Metal ist, bei Tageslicht funktioniert einfach nicht. Dazu hatte die Band das Problem das Pech, das am Flughafen ihr gesamtes Equipment verloren gegangen ist. Eine Band, deren Name ich leider nicht verstanden habe, half dann mit ihrem Equipment aus. NAGLFAR stehen also in der glühenden Mittagshitze, bei gefühlten 50° Grad im Zelt auf der Bühne. Das ist ja so schon anstrengend, wenn man einfach nur dasteht und zuschaut, dann aber im kompletten Metaloutfit auf der Bühne zu stehen und zu spielen, stelle ich mir noch anstrengender vor. Aber NAGLFAR lassen sich nichts anmerken und erzählen einen von der Höllenhitze, die sie mitgebracht haben. Die Band ist live einfach geil. Songs, wie 'Palehorse', 'Bring Out Your Dead', 'I Am Vengeance' und 'Harvest' sind einfach eine Macht. Leider nur 8 Songs diesmal von den Schweden, aber in Anbetracht der Bullenhitze im Bullhead-Zelt ist das vollkommen okay. (Eddieson)

Powerwolf:
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Mit neuem Album im Gepäck befinden sich POWERWOLF auf einem metallischen Kreuzzug, durch sämtliche Festivals der Republik, und machen natürlich auch auf dem Wacken halt. Sänger Attila hat von Anfang an das Publikum im Griff und versteht es die Leute in die Songs mit einzubeziehen. Der sympathische Rumäne macht das Outfit und das Image der Band mit seinem rumänischen Dialekt perfekt. POWERWOLF spielen hier eine perfekte Show. Leider habe ich sie nicht komplett gesehen und mich bisher auch nicht großartig mit deren Alben beschäftigt, was ich aber in der nächsten Zeit mal tun werde, denn sie haben mich voll und ganz überzeugt. Freue mich auf die Tour und den Konzerten im kleineren Rahmen. Um es mal mit den Worten von Sänger Attila zu sagen "Vielen Dankeschön!" (Eddieson)

Henry Rollins:
imgleftHenry Rollins ist ja ein Tausensassa. Musiker, Moderator, Schriftsteller, Entertainer, Schauspieler und was weiß ich, was der Knabe noch alles treibt. Heute ist er als Alleinunterhalter hier. Der etwas vergraute Rollins ist aber dennoch ein absolut sympathischer Typ, der es versteht, Geschichten zu erzählen, ohne, dass sie langweilig werden. Er macht dieses mit einer gekonnten Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit. Dabei steht der Humor aber doch eher im Vordergrund. Er beginnt etwas darüber zu erzählen, wie toll Deutschland ist, weil wir auf Windkraft setzen, dann erzaählt er darüber, wie scheisse doch Fast Food ist und was die Konzerne dahinter wirklich wollen und warum er all das vermeidet. Er hebt natürlich auch den moralischen Zeigefinger. Was ihm natürlich keiner übel nimmt, denn wer zu einer Henry Rollins Spoken Word Veranstaltung geht, der muss damit rechnen, das sowas passiert. Dann erzählt er noch viele nette Anekdoten aus einer Zeit bei BLACK FLAG und seinem Kumpel Ian Mckay. Was ich ja besonders interessant finde. Auf die vergangende BLACK FLAG-Reunion geht er aber nicht ein. Wahrscheinlich auch besser so. Also, wenn Mr. Rollins wieder mal auf Mission geht, die Leute zu belehren und ihnen Geschichten zu erzählen, macht das, lasst euch erzählen, wie es um die Amis und deren Waffentick wirklich steht, was die Fast Food-Konzerne möchten und lasst euch erzählen, wie die ersten BLACK FLAG-Touren so waren. Bei einem könnt ihr euch sicher sein, es wird nicht langweilig und was zu lachen habt ihr auch. Versprochen! (Eddieson)

Sabaton:
imgleft Dei Schweden sind wohl grad dabei große Karriere zu machen, jedenfalls kann man ihnen ja kaum entkommen. Sie spielen sich momentan den Arsch ab und machen auch auf dem Wacken halt. Wenn sie so weitermachen dauert es nicht mehr lange bis sie Headliner-Qualitäten haben und einen dementsprechenden Slot auf dem Wacken bekommen. Ob man das nun gut findet oder nicht, darf dann jeder für sich selber entscheiden. Heute Nachmittag machen sie auf jeden Fall einen guten Eindruck. Wie schon auf den Shows mit Maiden, wo ich sie das erste Mal gesehen habe, zeigen sie eine riesen Spielfreude auf der Bühne. Allen voran Sänger Joakim, der immer wieder gerne die Anekdote erzählt, dass er, wenn er viel Bier trinkt, sich immer auszieht. Oder er erklärt dem internationalen Publikum, das auf jeder Tour die Leute immer zwischen den Songs "Sabaton, Sabaton" schreien, aber nicht in Deutschland. Nein, da brüllen sie immer "Noch ein Bier! Noch ein Bier!" und in dem Moment fangen zehntausende Kehlen an zu gröhlen "Noch ein Bier! Noch ein Bier!". Das ist schon geil. Das findet auch die Band, das merkt man ihnen deutlich an. Spielerisch braucht man sich da auch keine Sorgen zu machen. Die Schweden sind mittlerweile Profis. Ziehen ihr Set durch und 'The Carolean's Prayer' wird heute in der schwedischen Version gespielt, da sich, lt. Sänger, viele Schweden unter dem Publikum befinden. (Eddieson)

Motörhead:
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Und schon wieder Klatsch und Tratsch, wie bei RAMMSTEIN. Natürlich war den ganzen Tag Thema, ob er wirklich kommt und wie er denn wohl aussieht. Ich würde sogar schätzen, dass ca. 20 Prozent, der zahlreich erschienenen Zuschauer, eher voyeuristische, als musikalische Beweggründe hatten. Um 20:15 Uhr hatten die Spekulationen ein Ende und Lemmy kam auf die Bühne. Er sah verdammt schlecht aus. Nach dem obligatorischen "We are Motörhead, and we play Rock`n Roll" ging's los. Wobei Lemmy nach 'We are Motörhead' noch etwas leiser "Motherfuckers" in's für ihn typisch eingestellte Mikrophon nuschelte, so als wenn er nochmal kurz verschnaufen wollte. Das kannte ich zuvor nicht von ihm. Wie die meisten anderen Zuschauer achte ich sicherlich auf jedes Detail. Dabei ist mir außerdem ein fast schon höhnisches Lachen aufgefallen, welches nach Lemmys Aussage, dass es ihm jetzt besser gehen würde, zu hören war. Besonders auffällig ist auch, dass Gitarrist Phil Campbell immer wieder besorgt zu Lemmy schaut und nach den ersten fünf Liedern ein langes Solo spielt. Dieses dient sicherlich einer Verschnaufpause für den entkräftet wirkenden Frontmann, denn danach spielen MOTÖRHEAD nur noch 'The Chase Is Better Than The Catch' und verschwinden dann hinter der Bühne. Kurz darauf betritt Wacken Veranstalter Thomas Jensen die Bühne, bestellt Grüße von Lemmy und bittet um Verständnis für den kurzen Auftritt, da Lemmy noch nicht wieder 100 prozentig fit sei. Ich glaube, dass wirklich jeder der Zuschauer Verständnis hat und wenn ich in die Gesichter der Fans mit MOTÖRHEAD-Shirts sehe, dann ist dort große Sorge und fast schon Trauer zu erkennen. Ob Lemmy sich wirklich so gequält hat um die 80.000 Wacken Fans nicht zu enttäuschen, ob er befürchtete, dass es die letzte Gelegenheit auf einer derart großen Bühne zu stehen war oder ob es andere Beweggründe für seinen Auftritt gab, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ich möchte fast schon "Mach´s gut Lemmy!" schreiben, wobei ich mich aber sehr gerne eines Besseren belehren lasse! (Boddy)

ASP:
Die Musik von Aleksander "ASP" Frank Speng würde man eher im Gothik oder Elektro Rock Bereich ansiedeln. Dies und die Tatsache, dass während seines Auftritts, AMORPHIS parallel und etwas später auch ULI JON ROTH spielen, machen es ihm nicht besonders leicht. Allerdings ist er sich dessen absolut bewusst. ASP spricht sogar davon "artfremd" und ein "Fremdkörper" auf diesem Festival zu sein. Anfangs hat er die Befürchtung, dass während seines Auftritts Löcher in der Menge entstehen können, was allerdings nicht passiert. Vielleicht liegt es daran, dass er auch 'I Don`t Wanna Be Me' von TYPE O NEGATIVE spielt. Nein, insgesamt war es eine gute Show für die ASP beim Wave Gotik Treffen in Leipzig bestimmt noch viel mehr Anerkennung bekommen hätte. Der Frankfurter sorgt mit seiner sympathischen Art dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Da das Konzert von ZDF Kultur aufgenommen wird, bittet er das Publikum, das böse F-Wort nicht zu benutzen, was natürlich einem Aufruf gleich kommt. In dem Zusammenhang lobt er auch die in diesem Fall gut angelegten GEZ Gebühren. ASP nutzt den Auftritt beim W:O:A um sein Album "Maskenhaft", welches an dem Tag des Konzertes Premiere feiert, zu promoten. Nachdem er das Lied 'Und wir tanzten' auf das ich mich schon gefreut hatte, spielt, breche ich dann allerdings schnell auf, um noch etwas vom Auftritt von ULI JON ROTH auf der W.E.T Stage zu sehen. (Boddy)

Amorphis:
Die Finnen sind eine der Band, auf die ich mich im Vorfeld am meisten dieses Jahr gefreut habe. Sie haben mit "Circle" nicht nur ein 10-Punkte Album abgeliefert, sondern für das Wacken auch eine spezielle Akkustik-Show angekündigt. Da war ich natürlich sehr gespannt. Warum sie aber erst um 00:15 Uhr spielen dürfen ist mir schleierhaft. Naja, egal, auf zur Party Stage. Dort hat sich schon eine große Menge versammelt. Das Set beginnt mit einem kurzen Saxophon-Solo, bevor dann mit einer Akkustik-Version von "Enigma" begonnen wird. Unterstützt von Saxophon und einer zusätzlichen Sängerin zeigen sich natürlich die Akkustik-Songs in einem völlig neuen Gewand und sind kaum wieder zu erkennen. Vor allem 'Sign From The North Side' vom ersten AMORPHIS-Album klingt absolut anders, aber geil. Es funktioniert. Ob ich mir 'ne komplette Show so geben muss, weiss ich nicht aber überraschender Weise dreht sich das AMORPHIS-Blatt nach diesem 5 Akkustik-Song. Die Bühne wird leer und es läuft ein Intro. Dann steht die Band mit E-Gitarren auf der Bühne und schmettert 'Shades Of Grey' in bester plugged- und AMORPHIS-Manier los. Sie haben ihr Set also in 2 Teile geteilt. Ein unplugged und ein plugged Set. Sehr zur Freude des Publikums, denn die Setlist des zweiten Teils ist ein Traum. Vom neuen Album werden 'Shades Of Grey', 'Nightbird's Song', 'Narrow Path' und 'Hopeless Days' gespielt. Außerdem spielen sie noch 'Silver Bride', 'The Castaway', 'House Of Sleep' und natürlich 'My Kantele'. Eine wirklich großartige Show, die die Finnen hier abliefern. Sowohl der erste Teil, als auch der Zweite. (Eddieson)

Uli Jon Roth:
imgleftLeider habe ich nur noch den Schluss des Konzertes von Uli Jon Roth gesehen, weil ich mir zuvor den Auftritt von ASP angeschaut habe. Als ich das Zelt, in dem sich die Bühne befinde, spielt Uli gerade eines seiner großartigen Gitarren Soli. Seine Haare wehen währenddessen im Wind eines Bühnenventilators. Uli hatte seine Augen geschlossen und ist vollkommen in sein Gitarrenspiel vertieft, so dass ich den Eindruck habe, nicht einmal seine Bandkollegen wissen, wie lange das Solo wohl dauern würde, denn sie sehen gespannt zu ihm rüber. Uli hat in der Zeit von 1973 bis 1978 bei den SCORPIONS gespielt und es gibt viele Gitarrenvirtuosen, die ihn als den Musiker angeben, der sie am meisten beeinflusst hat. Zum Beispiel Yngwie Malmsteen oder Kirk Hammett gehören dazu. Wenn man bei Google die Namen Uli Jon Roth und Billy Corgan eingibt, dann kann man eine sehr empfehlenswerte Dokumentation sehen. Eigentlich bin ich kein besonderer Fan der SCORPIONS, aber den Uli mag ich. Und ich darf auch Uli sagen, denn als ich ihn beim W:O:A eines Abends treffe und ehrfurchtsvoll mit „Herr Roth“ angespreche, hat er mir mit „Kannst ruhig Du zu mir sagen“, geantwortet und sich sofort bereit erklärt, ein Foto mit mir zu machen. Uli ist also ein sympathischer Typ und gehört für mich zu den letzten echten Hippies. Ich ärgere mich, lediglich den Schluss seines Konzertes gesehen zu haben, so dass ich leider nicht mehr von seinem Auftritt berichten kann. (Boddy)

Grave Digger:
Es ist nicht mehr viel los auf dem Holy Wacken Land. Aber GRAVE DIGGER, geben zu dieser späten Stunde, es ist mittlerweile 2 Uhr, alles und können überzeugen. Wie schon vor 3 Jahren, werden sie auch dieses Jahr wieder von den A Capella-Metallern VAN CANTO unterstützt. Angesichts des langen Tages und der späten Stunde schauen wir nur kurz vorbei und beschließen dann uns GRAVE DIGGER auf der kommenden Tour in einem etwas kleinen Rahmen anzuschauen. (Eddieson)

Fazit des Tages: Lt. Aussage eines Sanitäters gab es über 1000 Einsätze allein wegen Hitzeschlag, Sonnenstich, Dehydrierung, usw. Eine Geburt, jede Menge tolle Bands, solide Shows und gute Musik. Mal schauen, was der Samstag so bringt. Okay, 1-2 Absacker noch und dann auf zum Zelt.

Samstag:

Der Tag beginnt, und schon gleich machen einen die dunklen Wolken am Himmel klar, dass es heute keine 35° Grad werden, das freut natürlich einerseits, anderseits sind die Regenbilder aus dem letzten Jahr nicht vergessen. Wir lassen uns mal überraschen. Jedenfalls verspricht er spannend zu werden, denn erst schallt eine Unwetterwarnung durch die Boxen und wenig später wird gesagt, dass es nur ein Test war. Nicht lustig! Der Festivaltag beginnt heute erst spät, um genau zu sein um 13:15 Uhr mit FEAR FACTORY.

Fear Factory:
Ich hatte FEAR FACTORY lange aus den Augen verloren. Um auch hier genau zu sein, eigentlich seit fast 18 Jahren, nämlich nach dem fantastischen "Demanufacture"-Album. Da ist natürlich nichts näherliegend, als mal nachzuhorchen und zu schauen, was die Fabrikarbeiter heute so treiben. Ich bin doch ziemlich enttäuscht und im Nachhinein, ärgere ich mich fast, dass ich das gemacht habe. FEAR FACTORY waren mal eine so geile Band und das Album war der absolute Wahnsinn, Burtons Gesang war und ich betone WAR großartig, aber das, was ich hier und heute zu hören bekommen ist grausam. Das Geschrei hat der Burton immer noch drauf, aber der klare Geasang geht voll in die Hose. Er ist kaum zu hören, und das, was ich höre ist total schief. Da singt ja jeder Hampel in der ersten Runde von DSDS besser. Ist das nur mein Empfinden? Keine Ahnung, ich glaube aber nicht. Die meisten der Songs kenne ich nicht, den Grund könnt ihr je etwas weiter oben lesen, aber die Songs vom "Demanufacture"-Album tun mir fast leid. Ich konnte mir das leider nicht weiter antun und dachte mir, dass ich ihnen auf dem X-Rockfest in Herford noch mal eine Cance geben werde. Vielleicht hat der Burton heute ja nur einen schlechten Tag. (Eddieson)

Anthrax:
imgleftAls ANTHRAX am Samstag um 17:00 Uhr spielen, war gerade das Gewitter vorüber. Dennoch ist das Konzert ziemlich gut besucht und das hat sich auch absolut gelohnt. Die Band, rund um das letzte Gründungsmitglied Scott Ian, liefert eine tolle Show. Vorne weg ein sehr gut gelaunter Joey Belladonna. Die zahlreich anwesenden Fans scheinen ihn zu beflügeln und somit gibt es fast schon einen Synergieeffekt, denn je mehr die Fans abgehen, desto besser wird seine Laune und umgekehrt. Joey nutzt nicht nur die gesamte Bühne sondern bewegt sich auch auf der Nebenbühne, die gerade für Danzig vorbereitet wird, um auch wirklich alle Fans anzuheizen. Allerdings wirkt der, im Vergleich zu seinen Bandkollegen sehr junge, neue Gitarrist Jonathan Donais von der Menschenmenge stark beeindruckt, so dass er mich von seinem Temperament eher an den finnischen Gitarristen, der bei einer deutschen Thrashmetalband spielt, erinnert. ANTHRAX haben zuletzt eine Cover EP mit dem Namen „Anthems“ heraus gebracht. Beim Spielen des AC/DC Hits 'TNT' haben sie hier natürlich ein dankbares Publikum. Allerdings spielen sie auch ältere Titel wie: 'Deathrider' und 'Madhouse'. Das Lied 'In the End' wurde Ronnie James Dio und Dimebag Darrell gewidmet, indem eine Fahne mit den Konterfeis der beiden gehisst und von allen die obligatorische "Pommesgabel" gen Himmel gestreckt wurde. Naja, wem es gefällt...(Boddy)

Danzig:
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Der "Schinkengott" ist neben AMORPHIS mein zweites Highlight auf dem W:O:A dieses Jahr. Vor allem die Ankündigung er würde alte MISFITS-Sachen spielen brachte Glanz in meine Augen. Um so überraschter war ich, das der Glenn gleich mit 'SkinCarver' vom "Circle Of Snakes"-Album startet. Okay, denke ich, wird wohl doch nichts mit den MISFITS, aber ein paar alte DANZIG Sachen sind natürlich auch cool. Vor allem Songs, wie 'Twist Of Cain', 'Am I Demon', 'Her Black Wings', 'Devils Plaything', 'Blood And Tears' und 'How The Gods Kill' sind natürlich Klassiker und erzeugen auch heute noch eine Minutenlange Gänsehaut. Nicht zuletzt, weil Glenn wirklich gut bei Stimme ist. Hat er doch auch am Bauch etwas zugelegt, die Stimme ist geblieben und immer noch markant. Die Ankündigung von einem MISFITS-Set sollte sich dann doch noch bewahrheiten. Glenn holt seinen alten MISFITS-Kumpel Doyle, der sich im alten Horror-Punk-Style Geschminkt hat, auf die Bühne und zusammen lassen sie dann 'Death Comes Ripping', 'I Turned Into A Martian', 'Vampira', 'Skulls', 'Astro Zombies', 'Bullet' und 'Last Caress' vom Leder. Und egal ob Metalhead oder Punk jeder im Publikum kennt diese Songs und nimmt diese dankbar auf. Doyle verlässt dann wieder die Bühne und nun kommt, was auf keiner DANZIG-Show fehlen darf und wahrscheinlich auch nie fehlen wird. Der DANZIG-Song schlechthin: 'Mother'. Der Song muss einfach gespielt werden. Ich habe ihn lange nicht mehr gehört und danach und dem kompletten Set, bin ich wieder ins DANZIG-Fieber verfallen. Jeden Tag läuft hier grad mindestens eine Platte. Nach 'Mother' kommt Doyle dann noch mal auf die Bühne um noch den MISFITS-Klassiker 'Die Die My Darling' zu spielen. Vor mir steht ein Elternpaar mit ihren Kindern an der Barrikade und als dann die ersten Töne von 'Die Die...' anklingen, flippt Vaddern total aus, singt lauthals mit, freut sich, macht komische Gesten und geht in diesem Song voll auf. Sein Sohn, der neben ihm steht, erschrickt sich und schaut seinen Vater die ganze Zeit ungläubig an und kann gar nicht glauben, was da neben ihm passiert. Ein herrliches Bild. (Eddieson)

Alice Cooper:
Ich habe den Eindruck, als bei dem mittlerweile 65 jährigen ALICE COOPER, alle, wirklich alle Wacken-Besucher vor der Bühne standen. Es war so voll, überall Menschen, es war nicht möglich auch nur einen Schritt zu tun, ohne jemanden anzurempeln oder auf die Füße zu treten. Parallel zu der Show fand auch das Meet & Greet mit SABATON statt, wo sich eine Schlange von mehreren hundert Metern bildete und sich immer noch Leute hinten anstellen. Respekt für so viel Fantreue. Aber zurück zu Alice. Der startet sein Set gleich mit einer Coverversion von Judy Collins' 'Hello Hooray'. Schöner start. Danach folgen, dann Songs, wie 'House Of Fire', 'No More Mr. Nice Guy' und zu 'Caffeine' rannte er mit einer riesengroßen Kaffeetasse über die Bühne. Selbstredend war auch dieses Konzert wieder vollgepackt mit einer Menge Show. Er wurde in eine Zwangsjacke gesteckt, er würde geköpft, der Kopf sang weiter, Frankenstein rennt über die Bühne, usw. Also, der Meister der Gruselshow hat wieder aus dem Vollen geschöpft. Außerdem darf sein Block an Coverversionen nicht fehlen. Heute hat er sich 'Break On Through' von THE DOORS, 'Revolution' von THE BEATLES, 'Foxy Lady' von THE JIMMY HENDRIX EXPERIENCE und 'My Generation' von THE WHO vorgenommen. Natürlich werden auch seine beiden grössten Hits, 'Poisen' und 'Schools Out' am Ende der Show gespielt. Letzteres wurde dann noch mal von einem kurzen 'Another Brick In The Wall' Zwischenspiel unterbrochen. Der Mann ist seit 45 Jahren im Business und weiß natürlich wie man ein Publikum begeistert und an diesem Abend hat er es mal wieder allen gezeigt. (Eddieson)

Nightwish:
Also, musikalisch ist NIGHTWISH überhaupt nicht meins. Kann ich nicht viel mit anfangen, würde ich mir zuhause auch nicht auf den Plattenteller legen. Ergo: Ich bin mit denen nicht so vertraut. Weiß wohl, dass sie absolut angesagt sind, grad auf dem Zenit ihres Erfolges sind, und die Massen begeistern. Gut, mal schauen, wie sie live so sind. Ich hatte sie 2010, noch mit anderer Sängerin, auf dem W:O:A von weit hinten kurz gesehen. Also, heute dann mal etwas näher ran und schauen, wie die so sind. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin immer noch kein NIGHTWISH-Fan, aber wie ich heute bemerkt habe, gibt es da ja genügend andere. Vor der Bühne ist es Rappelvoll. NIGHTWISH machen da oben einen guten Job. Sie bieten den Fans eine perfekte Show, die gar nicht mal inzeniert wirkt, es ist alles sehr locker, so dass es Spass macht ihnen bei ihrer Arbeit zuzuschauen. NIGHTWISH sind Profis, das merkt man sofort. Hier passt einfach alles. Auch die neue, oder doch nur Aushilfssängerin, Floor Jansen zeigt sich schon irgendwie als Teil der Band, hat sich also gut eingefügt, und ist vor allem stimmlich absolut on top. Soweit ich das als nicht Opern-Sänger-Kenner beurteilen kann. Unterstützt wurden sie bei 'Nemo', 'I Want My Tears Back' und 'Last Of The Wilds' von Troy Donokley, dem englischen Komponistem, der auch schon Gastmusiker auf NIGHTWISHS' "Imaginaerum" und "Dark Passion Play" war. Die Show heute Abend wird mitgefilmt und wird demnächst in den DVD/Blue Ray-Regalen stehen. (Eddieson)

Lingua Mortis feat. Rage:
RAGE stehen wieder mit dem LINGUA MORTIS ORCHESTRA auf der Bühne und bilden für meinen Kumpel Boddy und mich den Abschluss des diesjährigen Wacken Open Air. Es ist schon toll zu sehen, wie sich RAGE über die Jahre, über die vielen jahre entwickelt haben. Nun stehen sie also auf der Bühne und präsentieren ihr Orchester-Werk. Es gibt Momente, da stehe ich auf so einen bombastischen-Scheiss, heute muss ich aber leider sagen, dass ich nicht mehr wirklich Aufnahmefähig bin. Nein, nicht weil ich total betrunken bin, sondern, weil es einfach 4 lange Tage waren. Jetzt im Nachhinein tut es mir auch wirklich leid, denn RAGE ist nicht nur eine sehr sympathische und gute Band, auch das Album "LMO" ist wirklich gut geworden und ich hätte es gerne live gesehen. Beim nächsten Mal! (Eddieson)

Fazit:
Nach dem Wacken ist vor dem Wacken. Die ersten Bands, wie z. B. KREATOR, AMON AMARTH, KING DIAMOND, SCHANDMAUL, BEHEMOTH, ICED EARTH, AVANTASIA und EMPEROR (!!!), die ein special "In The Nightside Eclipse"-Set spielen, sind schon bestätigt und ich habe diesen Bericht noch nicht zu Ende geschrieben, da melden die Veranstalter schon das "Sold Out" für das nächste Jahr. Was soll ich sagen? Der Hübner und der Jensen haben ein goldenes Händchen bewiesen und zeigen jedes Jahr aufs neue, dass ein Festival perfekt organisiert werden kann. Man kann ja über das Wacken meckern und meckern so viel man will aber über schlechte Organisation jedenfalls nicht.

Insgesamt war die Stimmung die Tage wieder äußerst gut, natürlich trug wohl neben den Bands und der Musik auch das Wetter seinen Beitrag dazu bei, bis auf das kurze aber heftige Gewitter am Samstag, gab es durch die Bank weg nur Sonne. Die Bands auf den Bühnen wirkten gut gelaunt, die Fans sowieso, auch die Security und die Mitarbeiter rannten mit einem Lächeln über das Gelände. Ganz nach dem Motto: Freu dich, du bist in Wacken.
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Kritikpunkt ist die Preispolitik für Sonnencreme auf der Hänlermeile. 10 Euro für eine Tube Sonnencreme? Geht's noch? Das ist ein absolute Frechheit und durch nichts zu entschuldigen. Grad bei der Hitze, die am Freitag herrschte, hätte ich es auch gerne gesehen, wenn z. B. die Feuerwehr für etwas Abkühlung in Form einer Dusche gesorgt hätte. Gut, dass es bei den Sanitären Anlagen trinkbares Wasser zum Abzapfen gab. Es wäre natürlich wünschenswert gewesen, wenn bei ein solchen Hitze mehr und vor allem kostenloses Wasser verteilt worden wäre. Sollte man vielleicht mal drüber nachdenken. Weniger ist manchmal mehr. Ich persönlich halte es ja lieber nach diesem Motto. Die Rahmenbespaßung, wie Catchen, Wackinger Dorf, etc. etwas reduzieren und dafür die Ticketpreise runterfahren. Aber vielleicht es auch eben das Rahmenprogramm genau das, was das W:O:A mittlerweile auszeichnet.

Ausserdem sind die Erwartungen für nächstes Jahr natürlich extrem hoch. Bei einer erneuten Ticketpreiserhöhung auf 160 Euro und dem 25 jährigen Jubiläum kann man schon ein fettes Line-Up und einen würdigen Headliner erwarten, denke ich. Also, in diesem Sinne: "See you in Wacken - rain or shine!"

Für euch auf dem Wacken waren mein Kumpel Boddy und ich (Eddieson). Fotos von Boddy und Eddieson.
Weiter Fotos findet ihr in der Gallery.
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Bisher bestätigt:
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So, nächstes Jahr haben sich Emperor also mal wieder zu einer exklusiven Show hinreißen lassen wie schon 2006. Da hat mir Ihsahn noch vergewissert, dass er einfach den großen Abschluss nachholen möchte, und das war's (Interview hier auf B4M). Auf keinen Fall wegen der Kohle. Und schon 8 Jahre später geht das Spiel wieder los??? Ich schätze Ihsahn als Künstler sehr, doch ich hätte ihm mehr Rückgrat zugetraut, dieses Spielchen zu durchschauen.....
(28.08.2013 von Opa Steve)

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