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R.I.P. - Street Reaper

Review von baarikärpänen vom 13.10.2017 (391 mal gelesen)
R.I.P. - Street Reaper Das, werte Damen und Herren, ist Lichtgeschwindigkeit! Vor allem, weil wir hier von Doom reden. Es ist gerade mal schlappe acht Monate her, dass wir den Erstling von R.I.P auf dem Tisch hatten und jetzt liegt schon der Nachfolger vor. Fragt sich, wann der Vierer aus Portland überhaupt Zeit hatte, die Songs zu schreiben. Zumal die Band nun alles andere als bühnenscheu ist. Nun hat so eine kurze Phase zwischen zwei Alben so ihre Tücken. Es mag ja gut gemeint sein, die Freunde der Band mit neuem Material zu beglücken, aber all zu oft leidet die Qualität des Materials. Zum Glück trifft das auf R.I.P aber nicht zu.

"Street Reaper" kultiviert den auf dem Erstling "In The Wind" vorgestellten Street Doom. Der Einstieg in die Scheibe glückt perfekt mit 'Unmarked Grave', einem echten Doom-Brecher. Auffällig hier schon die Vocals von Fuzz, die böse Zungen als zu theatralisch bezeichnen könnten. Ich finde dagegen, sie sind ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Mucke. 'Street Reaper', zweiter Track, wartet mit eigenwilliger Rhythmik auf. Auffallend, im Vergleich zum Debüt "In The Wind", ist der Fakt, dass R.I.P. sich "sludgiger" anhören. Und das steht ihnen, und vor allem den Songs, verdammt gut. Auch wenn die Jungs ebenfalls MOTÖRHEAD oder PENTAGRAM als Einfluss ranziehen, ist es doch eher SAINT VITUS, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben dürften. Wenn die schon, rein musikalisch und textlich, keine Schöngeister waren, heben R.I.P. das nochmals auf einen höheren Level. Sozusagen nochmal 'ne Schippe Dreck obendrauf. 'The Dark' beispielsweise startet für Doom-Verhältnisse recht klassisch, nur um von R.I.P. im weiteren Verlauf mit einer extra Portion Depri veredelt zu werden. Einzige Tracks, die etwas vom Rest abweichen, sind das Instrumental 'The Cross' und die abschließenden 'The Other Side' und 'Die In Vain' (großes Doom-Kino, für mich der Hit der Scheibe), die beide mit dezenten, aber prägenden Keyboard-Einsätzen aufwarten. Sicher, "In The Wind" hatte deutlich mehr Abwechslung zu bieten, was Geschwindigkeit betrifft, aber "Street Cleaner" wirkt noch 'ne Ecke schlüssiger, weil sich R.I.P. deutlich fokussierter zeigen.

"Street Cleaner", das sind Songs von der Straße. Aber bestimmt nicht irgendein Vorzeige-Boulevard. Eher die dreckigen Nebenstraßen in einem gottverlassenen Außenbezirk. Und R.I.P. machen Musik, die (auch wenn uns das Cover etwas anderes sagen will), bei Sonnenschein nicht funktioniert. Dafür umso besser auf der Bühne eines schummrigen Clubs, in Gesellschaft von finsteren, bärtigen Kerlen in ihren speckigen Kutten.



Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Unmarked Grave
02. Street Reaper
03. Mother Road
04. The Casket
05. Shadow Folds
06. The Dark
07. Brimstone
08. The Cross
09. The Other Side
10. Die In Vain
Band Website: https://braveinthegrave.bandcamp.com
Medium: CD
Spieldauer: 44:43 Minuten
VÖ: 13.10.2017

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