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Sawhill Sacrifice - Weri Ioca Waluo
Review von grid vom 19.08.2014 (1220 mal gelesen)
Sawhill Sacrifice - Weri Ioca Waluo Nur ein gutes Jahr haben sich SAWHILL SACRIFICE Zeit gelassen, um ihr zweites Vollalbum "Weri Ioca Waluo" auf den Markt zu bringen und so überrascht wie ich war, so bald schon wieder etwas von den Jungs zu hören, so sehr habe ich mich gefreut, die Scheibe besprechen zu dürfen.

Um es gleich vorab zu verraten: sie haben mich mit "Weri Ioca Waluo" noch mehr auf ihre Seite gezogen. Natürlich brettern sie noch genauso unnachgiebig wie schon auf "Deus Humana Satanas", doch vermehrt lassen sie auch ruhigere Momente zu (die kurze akustische Gitarrenspieler in 'Paha' zum Beispiel) und unterstreichen ihre weiterentwickelten Songwriterfähigkeiten, indem sie die Lieder mit unerwarteten Wendungen wie Chorgesang, ausstatten, ohne dabei die Eingängigkeit zu vernachlässigen oder auch nur ein Jota in ihrer Heftigkeit nachlassen. Wie der Spagat zwischen Melodik und Brutalität und moderater Überraschung glückt, zeigen sie auf "Weri Ioca Waluo".

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Gesang: Thimns füllt ohnehin schon die große Bandbreite extremer Tonlagen überlegen aus, doch hier übertrifft er sich das eine und andere Mal selbst und bietet absolut fesselnde Vorstellungen und beschwört in den in Altfinnisch gehaltenen Lyrics alte Glaubensvorstellungen und Riten. Verstärkung haben sich SAWHILL SACRIFICE von Narqath und Grim666 im Eröffnungstrack 'Tuska' geholt, der sich sofort als Earcatcher und Anspieltipp empfiehlt, wobei die englischen Spoken-Words, die den Song eröffnen, fast schwach und schlaff im Vergleich zum mächtigen Finnisch klingen. Dieses Intro wirkt wie eine sakrale Anrufung und wird erwartungsgemäß von ordentlichem Geballer abgelöst, bis hymnische Melodik die Seligkeit in die Höhe treibt. Der Kreischgesang während der letzten zwei Minuten beschwört zusammen mit dem Chorgesang ein eindringliches und packendes Stimmungsbild zwischen Verzweiflung und schlichter Majestät. Nach der Hälfte des Songs habe ich ein fettes Grinsen im Gesicht. Ja, so will ich Black Metal. Böse, brutal und ein wenig erhaben. Dieser Rezeptur, kalte Wut mit rasender Glut und etwas Pathos zu mischen, bleiben sie auch in den weiteren Songs treu, bügeln aber ihre Gitarrenlinien immer wieder genug gegen den Strich, um sich vom Standard abzuheben. 'Viola' ist ein weiteres Beispiel für das immer wieder faszinierende Wechselspiel von Kreischen und Knurren, das hervorragende Leads begleiten. 'Varjo' und auch 'Itsetan' erinnern mich mit ihrer Rhythmik an MUSTAN KUUN LAPSET. Ganz besonders hat es mir aber der hidden track angetan, wenn Tribaldrumming auf mitreißenden Schwung und typisches Schwarzmetallgekeife vom Feinsten trifft.

Fazi: SAWHILL SACRIFICE knüpfen an den Vorgänger an und fesseln wieder mit Melodien, die genug moderne Wendungen abbekommen haben, um "Weri Ioca Waluo" als ein Produkt der heutigen Zeit auszuweisen. SAWHILL SACRIFICE sollten spätestens jetzt von Schwarzmetallfans entdeckt werden.

Anspieltipps: alles.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Tuska (Feat.Vocals Narqath & Grim666)
02. Ukko
03. Voima
04. Varjo
05. Jää (Feat. Vocals Hellwind)
06. Itsetön
07. Paha
Band Website: www.sawhillsacrifice.com
Medium: CD
Spieldauer: 49:42 Minuten
VÖ: 15.08.2014

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23.08.2014 von grid

Band website
www.sawhillsacrifice.com
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