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Interview mit Erinc von Mantar
Ein Interview von Eddieson vom 14.05.2017 (1542 mal gelesen)
Manchmal braucht es halt ein wenig länger. Das Interview mit MANTAR-Schagzeuger Erinc wurde während der Tour mit DEATHRITE in Bielefeld gemacht. "The Spell" wurde gerade veröffentlicht.

Hi! Wie geht’s euch?

Erinc: Guten Tag. Uns geht es sehr gut. Ich spüre einen leichten Muskelkater. Wir haben uns jetzt zwei Wochen auf diese Tour vorbereitet, aber der erste Live-Auftritt nach fast sechs Monaten Abstinenz haut trotz intensiver Proben heftig rein. Es hat Spaß gemacht ... in erster Linie, weil wir es überstanden haben, ohne in Ohnmacht zu fallen. Nach ein, zwei weiteren Shows ist der Motor hoffentlich wieder geölt. imgleft

Mit den verschiedenen Einflüssen eurer Musik und auch eurer persönlichen Einstellung bedient ihr verschiedenen Szenen und werdet für die unterschiedlichsten Festivals gebucht. Ob nun das "kleine" Hell Over Hammaburg, Roadburn oder das kommerzielle Wacken. Wo fühlt ihr euch mehr Zuhause?

Erinc: Vom Spaßfaktor ist beides geil ... ob kommerzig oder undergroundig. Ich liebe kleine Konzerte ... sehr gerne auch so kleine, bei denen es keine Bühne gibt und das Publikum um einen rumsteht – so Hardcore-Style eben. Es gibt da diesen angepriesenen Energie-(und Schweiß)austausch zwischen dir und den Leuten. Das ist schon top. Das hast du in der Form bei den großen Dingern nicht und laut ist dort jede Band ... einfach weil's die Technik hergibt und nicht unbedingt die Manpower. In Wacken vor 10.000 Menschen zu brettern, ist wie mit einer Fernbedienung das Headbangen von einer Masse Langhaariger zu kontrollieren ... das schockt aber auch ganz gut.

Eine Zwei-Mann-Band ist ja mittlerweile keine Seltenheit mehr. Was sind die Vor- und Nachteile als Duo eine Band zu bestreiten?

Erinc: Die Vorteile überwiegen tatsächlich. Bandproben sind supereasy vom Aufwand und demokratische Entscheidungen sind sehr unkompliziert zu treffen. Außerdem hast du meist genug Platz auf der Bühne. Beim Soundcheck ist es fast schon wieder egal ... da brauchen wir genau so lang wie die großen Kapellen. Der einzige wirkliche Nachteil ist das Geschleppe bei Konzerten. Wir sind zwar zu zweit, aber gehen mit einer Fünf-Mann-Backline an den Start. Da ist es auch nicht die größte Hilfe, wenn wir die Crew mit Mischer und Mercher auf vier pimpen. Eine Show zu spielen, ist halt immer auch ein kleiner Umzug.

Vor kurzem ist "The Spell" eure neue 10" erschienen. Was könnt ihr mir zu der Platte sagen?

Erinc: Sie ist ausverkauft ... hahaha. Ich hatte schon gedacht, dass wir alle Exemplare loswerden, aber dass es noch vor dem Veröffentlichungstermin passiert hat uns sehr überrascht. Der Titelsong "The Spell" stammt in der Instrumentalfassung aus den Aufnahmesessions für unsere erste Platte "Death By Burning". Der Song lag gute vier Jahre brach, bis Hanno die Idee hatte, mit Okoi von BÖLZER als Gastsänger neue Vocals draufzuziehen. Haben sie gut gemacht. Die anderen zwei Titel sind von den Aufnahmen zu "Ode To The Flame".

Trotz NuBla-Deal wolltet ihr mit "Ode To The Flame" keinen Limitierungswahn. Warum gibt es "The Spell" nur 500 [okay, Fehlinformation von mir] mal? Scheint mir, als ob es etwas zu wenig sind, da die schon, so weit ich weiß, fast ausverkauft ist, bevor sie überhaupt veröffentlicht wurde.

Erinc: Ganz so wenig war es dann doch nicht. "The Spell" gibt es 1000-mal – 500 in schwarz und 500 in silber. Im Nachhinein hätten es gut ein paar Pressungen mehr sein können, aber da müssen wir jetzt alle durch ... wäre doch höchst ungeil, jetzt nochmal 3000 Platten in unterschiedlichsten Farben nachzuproduzieren, nur weil die Nachfrage da ist, oder?

Rhetorische Frage: Wenn ihr euch für eines der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde oder Luft entscheiden müsstet. Welches wäre das?

Erinc: Rhetorische Antwort: Minttu – brennt, erfrischt und nach 20 Shots liegt man flach auf der Erde.

Hat sich MANTAR mittlerweile zu einem Fulltime-Job entwickelt oder bekommt ihr die Band noch gut unter bei euren Jobs?

Erinc: Es ist ein Fulltime-Job geworden.

Ihr macht ja alles in Eigenregie. Wollt ihr MANTAR bewusst so „klein“ halten, dass ihr noch alles selber machen könnt, oder könnt ihr euch auch vorstellen, einige Sachen an Tourmanager oder sonstige Leute abzutreten?

Erinc: Wir versuchen, MANTAR nicht bewusst klein zu halten, aber sind auf gewisse Art Workaholics und unser Antrieb ist das Herzblut für die Band. Es ist schwierig, Menschen mit ähnlichen Interessen zu finden, die für die gleiche Sache brennen und alles geben – grade auch, wenn man als Mitglied im Team abends kein Scheinwerferlicht abbekommt. Glücklicherweise haben wir mittlerweile einige Freunde an Bord, die sich um Merchandise, Management und Booking kümmern ... und das besser als wir es je konnten. imgright

In letzten zwei bis drei Jahren seid ihr von Null auf Hundert gegangen. Da muss man sich ja den Arsch abspielen und sich auch ein bisschen aufdrängen, dazu kommen unseriöse Angebot, wie z. B. Pay-To-Play. Wie war das bei euch?

Erinc: Das Arschabspielen und Scheissefressen gehört dazu. Man muss sich eben jeden Fan live einzeln erkämpfen. Da gehört es dazu und ist völlig normal, dass man einen Veranstalter auch mal öfter an seine Band erinnert. Aber Geld in die Hand nehmen müssen, um überhaupt eine Bühne besteigen zu dürfen, halte ich für Quatsch und das haben wir auch noch nie gemacht. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Konzerte zu spielen ... und falls deine Band zu schlecht ist, dann geht’s eben nochmal in den Proberaum.

Abschließende Frage: Habt ihr schon Pläne für ein weiteres Album?

Erinc: Wir werden uns im Sommer im Proberaum verkriechen und mal schauen was passiert.

Ich danke euch für die Zeit, viel Erfolg für die Tour und die letzten Worte gehören euch.

Erinc: Danke dir, Jan ... und denk dran: Töten, Zerstören und Scheißeficken.

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