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Synodic - Omnibus

Review von grid vom 08.10.2018 (537 mal gelesen)
Synodic - Omnibus SYNODIC, also Multiinstrumentalist Myrdin Cerphas, setzt sich seit 2017 zum Ziel, die Wissenschaft der Astronomie durch Musik darzustellen. Sein Ideengeber ist der 1996 verstorbene Astronom und Sachbuchautor Carl Sagan und mit dem Motto "Sagan statt Satan" hebt sich SYNODIC um einiges von der üblichen Black Metal-Thematik ab. Auch wenn SYNODIC inhaltlich nach den Sternen greift, musikalisch ist er im atmosphärischen Black Metal verortet und spart dabei nicht mit sphärischen Tönen.

Von den ersten fünf Tracks auf "Omnibus" geht eine tranceartige, hypnotisierende Wirkung aus, die so stark ist, dass das Raum- und Zeitgefühl wie ausgehebelt scheint. Wuchernd-lange Kompositionen aus verwaschenen burzumesken Gitarren, stark verhalltem Kreischgesang und sphärischen Synthieklängen künden von trostloser Schwärze und Leere. Das Schlagzeug kommt inmitten der sich unaufhörlich dahinwindenden Riffströme nur selten zum Einsatz. Die Atmosphäre ist massiv aber auch öde. Mit 'One Billion Year Reign' kommt Bewegung in "Omnibus", denn der schwarzmetallische, aggressive Aspekt wird durch bissigere Riffs gefördert und auch der häufigere Einsatz des Schlagzeugs macht sich positiv bemerkbar. 'Dweller Of The Kuiper Belt' eröffnet mit getragenen Sphärenklängen, klaren Gitarrentönen und einem im Hintergrund pochendem Schlagwerk bis Myrdin Cerphas das Tempo wohltuend anzieht und griffigere Riffs ineinander verwebt. Die klaren Gitarren setzen deutlichere Akzente. Das fast dreiminütige 'Leviathan Of The Void', ein düsteres synthetisches Klangszenario und leitet über zum lebhaft strudelnden 'V838 Monocerotis'. Ausschließlich verzerrter Sprechgesang steht als weiteres Element in 'Beyond The Horizon' im starken Gegensatz zur erhabenen und außerweltlichen Atmosphäre des Songs. 'Eta Carinae' knüpft an diese Stimmung an. Darüber hinaus kehrt Myrdin Cerphas zum Kreischgesang zurück und verleiht dem Song einen starken Oldschoolvibe, der zwischen dem unheimlichen, ambienten Anfang und Ende zur Geltung kommt. 'Prodigious' hüllt das Ende dieses langen, galaktischen Trips in eine dunkle Instrumentalwolke, die über sich die fünfminütige Spielzeit verdichtet wird und gegen Ende sogar etwas Gesang erahnen lässt.

Durchhaltewille seitens des Hörers ist gefragt, will er sich auf die vorliegende Compilation "Omnibus" einlassen, denn auf dieser wurde alles bisher von SYNODIC Veröffentlichte zusammengefasst und auf zwei CDs gebrannt. Es finden sich also die drei Veröffentlichungen aus dem Gründungsjahr: die Single "The Large Magellanic Cloud", das erste Vollalbum "Infinite Presence In A Violent Universe" sowie die EP "Prodigious".

Fazit: SYNODIC versteht es, Atmosphäre heraufzubeschwören, mitunter verliert er sich jedoch in den Längen seiner Songs.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Descending On Titan
02. Infinite Presence In A Violent Universe
03. The Large Magellanic Cloud
04. Cosmic Cataclysm Ngc 6357
05. Cosmic Perspective
06. One Billion Year Reign
07. Dweller Of The Kuiper Belt
08. Leviathan Of The Void
09. V838 Monocerotis
10. Beyond The Horizon
11. Eta Carinae
12. Prodigious
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 01:30:53 Minuten
VÖ: 03.09.2018

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08.10.2018 Omnibus(7.0/10) von grid

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