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Graveyard - Peace

Review von Stormrider vom 09.07.2018 (599 mal gelesen)
Graveyard - Peace Die schwedischen GRAVEYARD wurden vor ihrer Auflösung 2016 von nicht wenigen Vertretern der Musikpresse als das nächste große Ding am Rockhimmel gesehen, und auch ich habe sowohl das grandiose "Hisingen Blues", als auch "Innocence & Decadence" mehr als nur ein paar Mal gehört und im Freundeskreis massiv abgefeiert. Wer die Band auf der Tour zu ihrem 2015er Album gesehen hat, der stand nicht mehr in kleinen Clubs, sondern in größeren Hallen, und das Publikum war buntgemischt, sodass eine breite Fanbasis aufgebaut war. Es war insofern alles gerichtet. Tja, und dann kam der Split. Dass es aber wohl doch nicht so clever war, vielleicht etwas vorschnell das Handtuch zu werfen, das hat die Band offenbar rasch begriffen und sich bereits Ende 2017 zu einem Neustart mit leicht verändertem Line Up, der Drumhocker wurde neu besetzt, durchgerungen. Liest man die aktuellen Interviews im Netz, dann spielte Geld beim Neustart auch nicht nur eine untergeordnete Rolle. Immerhin ist man so ehrlich das auch zuzugeben, dass man eben mit der Band ganz gut seine Rechnungen zahlen kann. Da aber auch der Künstler nicht nur von Luft, Liebe und Akkorden lebt, ist es durchaus legitim, dass man dem künstlerischen Anspruch auch den ökonomischen gegenüberstellt.

Wie auch immer, seit kurzem liegt das neue Album, "Peace", auf dem Friedhof, und so sehr ich mich bemüht habe "Peace" zumindest auf einer Stufe mit "Innocence & Decadence" zu sehen, es ist es nicht. Dabei haben GRAVEYARD nicht so viel anders gemacht als auf ihren früheren Alben. Es gibt wieder den gewohnt harten Vintage Rock in trockenem, natürlichen Soundgewand und selbstverständlich die knarzigen Vocals von Fronter Joakim Nilsson. Der Opener 'It Ain't Over Yet' lässt einen noch direkt wohlig heimisch fühlen, aber in Summe fehlt vielen Songs irgendwie der Funke, der glüht, dieses Feuer, das man früher gehört hat. Man kann GRAVEYARD gar nicht vorwerfen, dass sie keine Abwechslung auf "Peace" gewagt haben, so hat man mit 'Low (I Wouldn't Mind)' einen fast siebenminütigen Longtrack als Abschlussnummer, der sich in einer langen Jam ergießt und 'See The Day' (sehr zart, zerbrechlich und leider auch langweilig) sowie 'Bird Of Paradise' werden von Bassist Truls Mörck gesungen, dessen Stimme ein viel weicheres Timbre hat, als die von Joakim. Dazu orientiert man sich nicht mehr ausschließlich an den 70ern, denn 'The Fox' klingt so dermaßen nach 'About A Girl' von NIRVANA, dass man automatisch versucht ist, die Cobain-Lyrics mitzusummen, so man den Song vorher einmal gehört hat.

In Summe ist der bluesige Hard Rock aber nicht so durchschlagend wie erhofft. Das mag (m)eine ganz persönliche und subjektive Wahrnehmung sein, denn objektiv gesehen halten sich GRAVEYARD an ihre bewährte Formel, sodass kein Fan der alten Alben einen Kulturschock erlebt, wenn er "Peace" auflegt. Zumindest bei mir bleibt aber von den zehn Tracks nicht genug hängen, womit das Album im Bandkanon definitiv hinter den beiden Vorgängern ins Ziel kommt, da hilft auch das gewohnt großartige Coverartwork nicht. Schade, aber ich hatte mir mehr von "Peace" erhofft.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. It Ain't Over Yet
02. Cold Love
03. See The Day
04. Please Don't
05. The Fox
06. Walk On
07. Del Manic
08. Bird Of Paradise
09. A Sign Of Peace
10. Low (I Wouldn't Mind)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 42:22 Minuten
VÖ: 25.05.2018

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