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Iron Maiden - The Book Of Souls - Live Chapter

Review von TexJoachim vom 06.12.2017 (360 mal gelesen)
Iron Maiden - The Book Of Souls - Live Chapter So, da liegt sie vor mir, die neue Live-Scheibe der britischen IRON MAIDEN. Zitternd schiebe ich Disc eins von zwei in den Player. Dann geht es los!

Gut, ich habe ein bisschen übertrieben, los geht es noch nicht ganz. Zuallererst müssen wir uns über ein paar Dinge unterhalten. Zum Beispiel warum neuerdings praktisch jede Band zu praktisch jeder Tour ein Livealbum raushauen muss. Ok, ich bin so etwas als CRADLE OF FILTH Fan ja praktisch seit Jahren gewohnt, aber warum auch meine MAIDEN das jetzt so machen müssen ist mir ein Rätsel. Muss wohl etwas britisches sein, oder?

Seid ihr noch bei mir? Gut, dann kann ich gleich weiter meckern: Warum in aller Welt werden Livealben aus verschiedenen Auftritten zusammen gestückelt? Ok, damit ist natürlich im Idealfall gesichert, dass bei jedem Song eine optimale Aufnahme benutzt wird. Aber das eigentliche Ziel, also eine Liveshow zu dokumentieren, geht dabei völlig flöten. Das finde ich schade, vor allem da IRON MAIDEN damals mit "Live After Death" für mich das Referenzwerk in die Regale gewuchtet haben (OK, zugegeben, die 4. Seite der Doppel-LP war von einer anderen Show. Aber es war eben nicht jeder verdammte Song von einem anderen Konzert!).

So, Frust von der Seele geschrieben, kommen wir endlich zur Musik. Da es sich bei der letzten Weltreise nicht um eine Mottotour, sondern um eine reguläre Welttournee der eisernen Jungfrauen gehandelt hat, verwundert es nicht wirklich, dass insgesamt sechs der fünfzehn Songs der Live-Nachlese vom zu promotenden Album "The Book Of Souls" stammen. Und an dieser Stelle muss ich einfach den Daumen nach oben halten: Die Songs gefallen mir in der Liveversion um ein vielfaches besser als auf dem Studioalbum. Irgendwie klang Bruce auf "The Book Of Souls" sehr gehetzt und gepresst, was bei den Gigs entweder nicht so stark auffällt, oder daran liegt, dass Bruce live einfach entspannter zu Werke gegangen ist. Wie dem auch sei, die Songs knallen richtig gut.

Die restliche Setlist bestand aus älteren Songs, wobei bis auf 'Powerslave' und 'Wrathchild' die üblichen Bekannten den Weg in die Setlist gefunden haben. Das ist ok, das will der Maiden-Fan hören, auch wenn ich persönlich doch gerne mal wieder etwas von der "Piece Of Mind" oder ein weiteres Stück der "Brave New World" in der Setlist gesehen hätte. Aber egal, bei der großen Anzahl von guten Songs in der Karriere findet sich immer jemand, der über die Setlist meckert (so wie dieser Rezensent, zum Beispiel).

Nichts zu meckern gibt es glücklicherweise am Sound, der von Tony Newton zusammen mit Steve Harris produziert worden ist. Klingt ok, fängt das Publikum und die Begeisterung gut mit ein, wenn auch wenig authentisch für eine volle Show, da natürlich durch die oben bereits erwähnte Songzusammenstückelung das Publikum jeweils am Anschlag gewesen sein dürfte.

Fazit: Nie war mir ein Fazit so schwer wie heute. Die Messlatte haben MAIDEN schon durch ihre anderen Livealben sehr hoch gehängt und die Frage nach der Notwendigkeit dieser Veröffentlichung steht auch noch offen im Raum. Für Komplettisten stellt sich die Frage natürlich nicht, für alle anderen kann ich nur empfehlen, sich das Eröffnungsduo anzuhören. Für mich besser als die Studioversionen und damit kaufentscheidend!

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. If Eternity Should Fail
02. Speed Of Light
03. Wrathchild
04. Children Of The Damned
05. Death Or Glory
06. The Red And The Black
07. The Trooper
08. Powerslave
09. The Great Unknown
10. The Book Of Souls
11. Fear Of The Dark
12. Iron Maiden
13. The Number Of The Beast
14. Blood Brothers
15. Wasted Years
Band Website: www.ironmaiden.com/
Medium: CD/LP
Spieldauer: 100:53 Minuten
VÖ: 17.11.2017

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MAIDEN haben immer 6 Songs des jeweils aktuellen Albums auf den Liveplatten. Finde ich super; finde auch klasse, dass sie nach jedem Album ein Live-Album raus bringen. Ich meine nur, dass sie bei den Klassikern mehr durchmischen könnten und mehr im Fundus graben könnten. Ich hätte nix dagegen, wenn sie Trooper und Beast einmal weglassen würden. Hab das aktuelle Livealbum noch nicht, bin aber schon sehr gespannt.
(06.12.2017 von des)

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