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Divine Ascension - The Uncovering

Review von Opa Steve vom 20.11.2018 (231 mal gelesen)
Divine Ascension - The Uncovering Die Australier DIVINE ASCENSION holen auf ihrem dritten Album ganz weit aus. Der Prog Metal der vier Herren nebst Frontdame ist bewusst cineastisch aufgeblasen und bedient sich großer Keyboard-Arrangements und Soundscapes, für die die Gitarren sich immer gern mal auf einen Nebenschauplatz zurückziehen. Dabei müssten sie das nicht, denn wenn sie mal von der Leine gelassen werden, beweist Klampfer Karl Szulik durchaus Talent. "Die Gitarren, aber "der Klampfer"? Ja, ich hatte mir auch verwundert die Augen gerieben, als ich das Line-up begleitend zur Musik studierte. Getreu ihrem Konzept wurden nämlich auch die Gitarren in ihren dominanten Momenten sehr ausladend arrangiert, so dass ich streckenweise bis zu drei Gitarren heraushöre. Die Power Metal-Riffs mit angezogenem Tempo wissen hier absolut zu überzeugen. Wie man aber so Riffattacken wie von 'The Fallen' oder die Mehrfach-Leads von 'Bittersweet Divide' dann auf der Bühne mit nur einem Gitarristen reproduzieren möchte, ist mir allerdings ein Rätsel. Die Band ist hier gut beraten, einen zweiten Axtschwinger zu integrieren, denn gerade bei fett aufgetragener Musik ist die Erwartungshaltung bei Konzerten ja auch etwas höher. Ebenso ist der Gesang fast durchgehend zwei- bis vierstimmig gestaltet. Jennifer Borg ist eine durchaus talentierte Sängerin, aber mit leichten Tendenzen, die Vocals etwas zu überfrachten. Etwas reduzierter, dafür direkter und präsenter hätte dem Gesang - wie der Gitarre - gut zu Gesicht gestanden.

Der zweite Kritikpunkt betrifft das Songwriting selbst. Vor allem die ausufernden Chöre mit einem halben Dutzend Jennifers jubilieren streckenweise etwas anstrengend durch alle Tonarten und Harmonieskalen. Prog ist nicht zwingend ein Mehr an Tönen. Dass sich das noch nicht so wirklich rumgesprochen hat, ist schade. 'Revolution Phase' schielt hier mit schlagertauglichen Chören, gepaart mit eingängigen Riffs, ganz klar auf die popaffine Zuhörerseite und auf mögliches Airplay. Ich hätte mich gefreut, wenn man sich nicht so produzententechnisch ausgetobt hätte, sondern direkter als Rockband agierte. DIVINE ASCENSION haben so viele Ideen verarbeitet und auch durchaus sehr gute Songs geschrieben, die aber teilweise ihre Stärken aufgrund des tonalen Overkills nicht immer ausspielen können. Sie müssen sich dabei überhaupt nicht verstecken. Mein Anspieltipp 'Beyond The Line' hat z. B. interessante Harmonien, flotte Power Metal-Riffs, QUEEN'sche Theatralik, komplexe Rhythmik sowie Gesangslinien mit markanten Momenten. Also all das, was einen guten Song ausmacht. Der Song beweist Niveau, und das würde er auch noch tun, wenn die Produktion um 30% reduziert wäre. Aber alles wäre klarer und hätte mehr Raum. Und im Großen und Ganzen kann man dies als Fazit für die gesamte Scheibe heranziehen: Hier steckt eine Menge Arbeit drin und "The Uncovering" ist eine Scheibe, der man das Herzblut und die Mühen auch anhört. Aber irgendjemand hätte rechtzeitig "Stopp!" rufen müssen.

Wegen der Überfrachtung nur sieben Blutstropfen, wo locker 8,5 möglich gewesen wären.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Evermore
02. Prisoner
03. The Fallen
04. Pursuit Of Desire
05. New World
06. Revolution Phase
07. Beyond The Line
08. One Step From Here
09. Bittersweet Divide
10. Vultures
Band Website: www.divine-ascension.com
Medium: CD
Spieldauer: 49:48 Minuten
VÖ: 16.11.2018

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20.11.2018 The Uncovering(7.0/10) von Opa Steve

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