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Bonfire - Legends

Review von des vom 19.10.2018 (388 mal gelesen)
Bonfire - Legends Es hat jeder so seine Songs, mit denen er aufgewachsen ist, mit denen Erinnerungen oder auch nur Gefühle verbunden sind. Diese Songs prägen einen, werfen dich in eine Zeitreise oder lösen Wohlfühlmomente oder Momente der Trauer, Gefühle jeder Art hervor, die an vielleicht fast vergessene Tage gebunden sind. BONFIRE haben jetzt eine Sammlung ihrer Lieblingssongs eingespielt und spannen den Bogen in Blöcken von TOTO, RAINBOW, SURVIVOR, UFO/MSG bis über DEEP PURPLE, QUEENSRYCHE und GRAVE DIGGER. Auf der zweiten CD kommen auch Titel von CHER und den PUHDYS zu Ehren. Ursprünglich wollten BONFIRE diese Songs auf Tour mit unterschiedlichen Sängern aufnehmen. Doch der Plan ließ sich nicht umsetzen und so nahm die Band die Platte (beziehungsweise die Doppel-CD) in der aktuellen BONFIRE-Besetzung mit dem neuen Sänger Alex Stahl, Hans Ziller und Frank Pané an den Gitarren, Ronnie Parkes am Bass und Tim Breideband am Schlagzeug auf. Für die Keyboards wurde Paul Morris engagiert.

Und doch, der Beginn mit dem TOTO-Block ist ein Schock: 'Africa' wird völlig gefühlsbefreit heruntergeholzt, straff im 4/4 Takt. Wo sind die Marimbas und exotischen Rhythmen, die den Songtitel rechtfertigen? Auch bei 'Rosanna' wird keinen Wert auf die Laut-Leise-Dynamik gelegt, die Bridge wird gnadenlos zugekreischt und das Drumming ist vollends gefühlsbefreit - die Emotionen der Originale gehen verloren. Doch andere Songs funktionieren im BONFIRE-Sound perfekt: 'Doctor, Doctor' wird dem UFO-Klassiker gerecht, vor allem weil die Nummer schnörkellos abrockt und angenehm BONFIREisiert wurde. Dass Alex Stahl eine Goldkehle hat, darf er beim DEEP PURPLE Klassiker 'Child In Time' unter Beweis stellen. Mit seinen Screams steckt er Ian Gillan ein. Eine Überraschung ist 'Hallelujah', das in der PENTATONIX-Version grausam totgenudelt ist und hier von BONFIRE noch einmal richtig Stimmung verpasst bekommt. Bei SURVIVORs 'In The Burning Heart' saust meine halbwüchsige Tochter vorbei, hält inne und sagt "das Lied kenne ich doch, ist aber nicht das Original - das Original ist besser". Stimmt auch; die erdige Rocknummer bekommt einen Tacken zu viel Schlagermetal verpasst, was auch auf die zweite SURVIVOR-Nummer 'Eye Of The Tiger' zutrifft; dennoch, die Nummern gehen dann doch in Ordnung. Dafür klingt 'Baby Save Up All Your Tears' wirklich interessant und die drei PUHDYS-Nummern am Ende sind eine echte Überraschung. Auch die QUEENSRYCHE-Nummern - schon im Original fast perfekt - klingen wie nach einer behutsamen Frischzellenkur, unverbraucht und modern.

Experiment geglückt? Nur teilweise. Manche Songs klingen toll, andere werden dem Original nicht gerecht. Cover-Alben können schon funktionieren, METALLICAs "Garage Inc." zum Beispiel; vielleicht auch, weil die Originalsongs nicht so präsent waren. Einfach Klassiker in ein neues Soundgewand stecken, ist zu wenig. So: BONFIRE-Fans werden die Platte mit Sicherheit mögen, Fans der Originalsongs werden sich wohl eher mit Freude die Originale herauskramen.

des

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
CD1
01. Africa
02. Hold The Line
03. Rosanna
04. Man On The Silver Mountain
05. I Surrender
06. Stone Cold
07. Death Alley Driver
08. Black Masquerade
09. Burning Heart
10. Eye Of The Tiger
11. Caught In The Game
12. Doctor Doctor
13. Lights Out
14. Rock Bottom
15. Child In Time
CD2
01. Jet City Woman
02. Silent Lucidity
03. Eyes Of A Stranger
04. Tears In The Rain
05. The First Time
06. Save Up All Your Tears
07. Hot Cherie
08. Dr. Love
09. Hallelujah
10. Rebellion
11. Heavy Metal Breakdown
12. Love Don't Lie
13. I Wanna Be Loved
14. King Of Dreams
15. Frei Wie Die Geier
16. Erinnerung
17. Alt Wie Ein Bau
Band Website: www.bonfire.de
Medium: 2CD
Spieldauer: 2:30:50 Minuten
VÖ: 19.10.2018

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